Teufelsgestalten in der deutschsprachigen Faustliteratur

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GRIN Verlag, 2007 - 112 pages
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Examensarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Heinrich-Heine-Universitat Dusseldorf (Germanistisches Seminar IV), 54 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Die Staatsarbeit untersucht die Genese der Teufelsgestalten in funf exemplarisch ausgewahlten Faust-Dichtungen (Historia von D. Johann Fausten, Lessings Fragmente, Goethes "Faust I," Heines Tanzpoem, Thomas Manns "Doktor Faustus")., Abstract: Kaum eine andere Gestalt der Weltliteratur erfreut sich eines solchen Bekanntheitsgrades, wie der Teufelsbundner, was nicht zuletzt auf die Popularitat der GOETHEschen Faust-Dichtung zuruckzufuhren ist. Dabei ist die Nationalbibel" der Deutschen nicht der einzige erwahnenswerte Faust. Der Stoff kann auf eine lange literarhistorische Tradition zuruckblicken, beginnt doch die Legendenbildung bereits irgendwo an der Schwelle zwischen Mittelalter und Neuzeit. Es ist also nicht verwunderlich, dass auch das Interesse der Forschung an der Faust-Literatur entsprechend gross ist, mehr als 10.000 Publikationen verzeichnen die Bibliografien allein zu GOETHEs Werk. Das Hauptaugenmerk der Wissenschaft galt aber bislang vor allem dem Schwarzkunstler oder dem Sinnbild des strebenden, sich hoher entwickelnden Menschen, eben Dr. Faust. Der Entwicklung von Fausts Bundnispartner hingegen wird vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Zwar konzentriert sich die Sekundarliteratur auf die divergierenden Teufelsgestalten in einzelnen Werken, aber es gibt nur eine bekannte Darstellung, die systematisch die Fortentwicklung des Teufels von seinen literarischen Ursprungen diachron bis in unsere Zeit verfolgt: Gunther MAHALs Mephistos Metamorphosen von 1982. Deshalb widmet sich die vorliegende Arbeit dem eindrucksvollen Literaturpaar Faust-Teufel, wobei jedoch schwerpunktmassig die Figur des Teufels in ihren variierenden Erscheinungsformen untersucht werden soll. An den nachfolgenden funf exemplarisch ausgewahlt
 

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Contents

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BIBLIOGRAFIE
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Page 50 - Werd ich beruhigt je mich auf ein Faulbett legen, So sei es gleich um mich getan! Kannst du mich schmeichelnd je belügen, Daß ich mir selbst gefallen mag, Kannst du mich mit Genuß betrügen — Das sei für mich der letzte Tag! Die Wette biet ich!
Page 39 - Des Menschen Tätigkeit kann allzuleicht erschlaffen, « Er liebt sich bald die unbedingte Ruh; Drum geb' ich gern ihm den Gesellen zu, Der reizt und wirkt und muß als Teufel schaffen.
Page 35 - Von Sonn' und Welten weiß ich nichts zu sagen. Ich sehe nur, wie sich die Menschen plagen. Der kleine Gott der Welt bleibt stets von gleichem Schlag Und ist so wunderlich als wie am ersten Tag. Ein wenig besser würd...
Page 12 - Wiederum führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, so du niederfällst und mich anbetest.
Page 89 - Es ist ein großer Fehler der Sage und des Gedichts, daß sie Faust nicht mit der Musik in Verbindung bringen. Er müßte musikalisch, müßte Musiker sein. Die Musik ist dämonisches Gebiet, — Sören Kierkegaard, ein großer Christ, hat das am überzeugendsten ausgeführt in seinem schmerzlich-enthusiastischen Aufsatz über Mozarts >Don Juan<.
Page 43 - Ich bin ein Teil des Teils, der anfangs alles war, Ein Teil der Finsternis, die sich das Licht gebar, Das stolze Licht, das nun der Mutter Nacht Den alten Rang, den Raum ihr streitig macht.
Page 9 - Es begab sich aber auf einen Tag, da die Kinder Gottes kamen und vor den Herrn traten, kam der Satan auch unter ihnen. Der Herr aber sprach zu dem Satan: Wo kommst du her?
Page 50 - Ich will mich hier zu deinem Dienst verbinden, Auf deinen Wink nicht rasten und nicht ruhn; Wenn wir uns drüben wiederfinden, So sollst du mir das gleiche tun.
Page 12 - Da verließ ihn der Teufel. Und siehe, da traten die Engel zu ihm und dienten ihm.

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