Geschichte des Kaiserthums von Trapezunt

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Page iii - ... genannten Geschichtswerk, so bestätigt sich der Gleichklang der Gemüter in ihrer Geschichtsauffassung: »Die Geschichte des trapezuntischen Kaiserthums, welche ich hiemit dem Publicum übergebe, schildert nicht unmittelbar eine weltumkehrende Katastrophe; zeichnet auch nicht einen jener Riesen-Charactere der Vergangenheit, die durch Kraft im Guten oder Bösen das Schicksal des menschlichen Geschlechtes auf Jahrhunderte entschieden haben. Sie führte den Leser hin zu dem verfallenen Palaste...
Page 331 - Nee corpora modo adfecta tabo, sed animos quoque multiplex religio et pleraque externa invasit novos ritus sacrificandi vaticinando inferentibus in domos, quibus quaestui sunt capti superstitione animi, donec publicus iam pudor ad primores civitatis pervenit cernentes in omnibus vicis sacellisque peregrina atque insolita piacula pacis deum exposcendae.
Page 48 - Reiches von den Ufern des Phasis in die grosse und wohl verwahrte Stadt Trapezus oder Trapezunda am schwarzen Meere. Die Bande, welche diese Stadt länger als zwölfhundert Jahre an das Schicksal der römischen Welt geknüpft hatten, waren auf immer zerrissen, und sie selbst von nun an die zweite Hauptstadt des griechischen Kaiserthums. Dieses merkwürdige Ereigniss begab sich im Monate April 1204 nach Chr., als Innozenz III.
Page 301 - ... den Wald-Cantonen von Tzanich, Cheriane, Sorogäna, Chaldia, Chalybia, Trikomia und Dryona gelegen. Hiezu kommen noch ungefähr ein Dutzend unbekannter, zum Theil barbarisch klingender Namen, welche in der Kirchengeschichte des Orients als eben so viele Sitze von trapezuntischen Suffragan-Bischöfen aufgezählt werden: als da sind, Chamuzur, Sakab, Chabtzitzon, Chantziertz, Tulnuton, Sermatzon und Zarimach. Keine Landkarte, kein Geograph weiss von diesen Ortschaften zu erzählen, oder ihre Lage...
Page 318 - Hauptniederlage, und neben (Jaffa und Tana. der Mittelpunkt des damaligen Welthandels. Was die ostwärts vom schwarzen Meere bis Indien und China gelegenen Länder Asiens an kostbaren Waaren darboten, lag in den Magazinen und im Bazar von Trapezunt aufgeschichtet; und die Schiffe aller Völker der abendländischen Reiche erschienen an den Comnen'schen Küsten um die Reichthümer des Morgenlandes gegen Produkte des Abendlandes einzutauschen. Goldstoffe aus Bagdad und Kahira, Seiden- und Baumwollgewebe...
Page 47 - ... folgenden historischen Abschnitt zwei Passagen aus Fallmerayers Geschichte des Kaiserthums von TrapezunL Im Kapitel »Alexis Comnenus erobert Trapezunt nebst einem grossen Theile der Südküstenländer des Pontus Euxinus« (1. Buch, 1. Kapitel, S. 44 ff., insbesondere 47 f.) schreibt der Historiker: »Nicht gegen das Haus der Comnenen hatten sich die trapezuntischen Küsten so oft erhoben, sondern gegen die herrschende Faction der Grossen von Konstantinopel, durch deren Ränke und unersättliche...
Page x - Erscheinung ist es übrigens, daß die weltliche Macht der Priester in dem Grade wächst, in welchem die Sitten und die Kultur der Völker verwildern, und daß folglich die tiefste Erniedrigung des menschlichen Geschlechtes jedes Mal der Höhepunkt geistlicher Allmacht sey. Die Staaten wie die Individuen streben nach ewiger Dauer, nach unvergänglicher Macht. Und wenn sich durch Schlechtigkeit der Gesetzgebung und Verderbtheit der Verwaltung die Keime des Todes entwickeln; wenn die Kräfte dahinschwinden;...
Page 259 - Hof nach Diarbekr und durch ganz Persien gedrungen. Diese Perle der Frauen verlangte Hassan als Gemahlin und die anatolische Provinz Kappadocien als Morgengabe; dagegen versprach er nicht nur sein Heer, sondern auch seine eigene Person und seine Schätze zu verwenden, um Trapezunt gegen die Angriffe der Osmanen zu beschützen.
Page 311 - Alle Reize, welche Natur und Kunst im Bunde zu schaffen vermögen, finden sich verschmolzen in einem Orte, wenige Miglien von Trabisonda entfernt, das irdische Paradies genannt, wohin sich die Fürsten des Landes des Vergnügens wegen häufig begeben; und unsterblich würde jener seyn, der in diesem Wonne-Orte sein Leben hinbringen könnte, weil der ewige Frühling dieses Zauber-Gartens auch unsere Blüthe nicht verwelken liess.
Page 239 - ... eigenthümlich angehörten. Die Kastelle Zigana, Cadaca, Dorila und mehrere andere, sammt allem Gebiete bis zum Arsinganischen Grenzdorfe Alangogaza (?) waren Eigenthum dieser mächtigen Familie; in deren Händen auf solche Art mehr als zwei Drittheile der damals üblichen Handelstrasse von Trapezunt nach Armenien und ganz Morgenland lag. Ausser diesen Schlössern, die Clavijo selbst gesehen und besucht hatte, besassen die Kabasitanen rechts von der benannten Caravanenstrasse auch noch die uralte...

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