U4-208 antwortet nicht. Zur (Ir)relevanz der Systemtheorie für die Pädagogik

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GRIN Verlag, Aug 16, 2006 - Education - 26 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie, Note: keine, Georg-August-Universität Göttingen (Pädagogisches Seminar), Veranstaltung: Erziehungswissenschaft und Systemtheorie, 23 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: „Denn wenn man nicht sagen kann, dass man nicht meint, was man sagt, weil man dann nicht wissen kann, dass andere nicht wissen können, was gemeint ist, wenn man sagt, dass man nicht meint, was man sagt, kann man auch nicht sagen, dass man meint, was man sagt, weil dies dann entweder eine über flüssige und verdächtige Verdopplung ist oder die Negation einer ohnehin in kommunikablen Negation.“ Wenn Niklas Luhmann sich äußerte, ging es ihm im Allgemeinen nicht um leichte Verständlichkeit, sondern darum, das, was sich sagen lässt, so zu sagen, wie es sich sagen lässt. Dabei wurden Missverständnisse auf Seiten des Lesers bewusst einkal kuliert: „Mein Stil ist ja auch ironisch, um das [die Kontingenz der Theorie] genau zu markieren. Ich will damit sagen, nehmt mich bitte nicht zu ernst oder ver steht mich bitte nicht zu schnell.“ Luhmanns Theorie Sozialer Systeme bereitet deshalb nicht nur soziologischen Laien und ambitionierten Studierenden, „sondern auch [...] Fachleute[n] erhebliche Verständnisschwierigkeiten“. Und zumindest darin scheinen sich Luhmanns In terpreten und Exegeten einig: Bei der Expedition in Luhmanns Theorielabyrinth ist mit Hindernissen zu rechnen, deren Überwindung einen größeren Einsatz verlangt, als einem Durchschnittsintellektuellen im Allgemeinen zuzumuten wäre. Es mag daher kaum verwundern, dass sich die Auseinandersetzung mit Luhmanns Theorieangebot, zumindest im Bereich vermeintlich praktischer Erziehungs wissenschaft, der sich in bester Absicht ›Theorieresistenz‹ auf die Fahnen ge schrieben hat, auf bestenfalls polemische Ablehnung, normalerweise aber auf be harrliche Ignoranz beschränkt. Da sich Luhmanns Hinweise auf die zu erwartenden Vorteile einer detaillierten Kenntnis der Systemtheorie auf einem ähnlichen Ab straktionsniveau wie seine Ausführungen zur Theorie bewegen, halten sich auch die mehr theorieorientierten Versuche innerhalb der Pädagogik damit zurück einen klaren Unterschied zwischen traditionellen Beschreibungen des Erziehungs systems und der systemtheoretischen herauszuarbeiten. [...]
 

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2.1 Funktionale Differenzierung 3.2 Oder widerspruchslose agogik aktualisiert Alfred Treml Analyse des Erziehungssystems angemessen anhand aus­ Ausdifferenzierung ausge­ Aussage Autopoiesis und Emergenz Beschreibung Beziehung blieb Luhmann deshalb DIETER LENZEN 1997 Differenz Differenzierung der Gesellschaft Diskussion EBERHARD SCHORR 1988 eigenen Elemente des Systems Entwicklung Erziehung Erziehungs­ Erziehungssystem der Gesellschaft Evolution der Gesellschaft funktionale Analyse Funktionssysteme Gene­ Gesell­ Gesellschaftstheorie grundsätzlich Heyting hinsichtlich Information und Mitteilung innerhalb der Pädagogik Interaktion Interaktionssystem Katalysator Kom­ Kommunikation Komplexität könnte Konse­ latente Strukturen Luhmanns Theorie Sozialer luhmannschen Medien Medium des Erziehungssystems Medium Lebenslauf Möglichkeit munikation Niklas Luhmann Ontogenese Opera­ operational operative Schließung Päd­ Paradigmenwechsel Paradoxien des Erziehungssystems postsubjektive Potential pro­ Problem Prozess reflektieren Reflexionsprobleme im Erziehungssystem Reproduktion Reproduzieren Rezeption Segmentäre Segmentäre Gesellschaften Selbstorganisation Selbstreferenz selbstreferenzielle Selektion Sinn Sozialer Sys­ Soziogenese soziologischen Stelle symbolisch generalisierte Sys­ systemtheoretischen Ansatz teleologischen teme theoretisch Theorie Sozialer Systeme tische traditionellen Trotzdem über­ unsere Unterscheidung unwahrscheinlich Ver­ verweisen Wirtschaftssystem wissen darf zumindest Zunächst

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