Ueber das gesetz, nach welchem die einwirkung der säuren auf den rohrzucker stattfindet

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W. Engelmann, 1891 - Chemical kinetics - 47 pages
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Page 12 - Grösse /t für die verschiedenen Säuren erhielt ich anfangs in zahlreichen Versuchen fortwährend schwankende Werthe und zwar stets kleinere als die von Biot angegebenen, offenbar, weil es mir nicht gelang, den rechten Moment der beendigten Einwirkung zu erfassen, die Beobachtung vielmehr bald zu früh, bald zu spät angestellt war. Endlich kam ich auf den Gedanken, sehr grosse Säuremengen zur Umwandlung des Zuckers anzuwenden ; so mischte ich 10g der Zuckeranflösung (Zuckergehalt: 4854mg) mit...
Page 22 - Zunahme der Werthe von a nicht zu bemerken, ich habe mir daher auch gestatten dürfen, die für die mittlere Temperatur gefundenen a für die ganze Berechnung durchgehend anzuwenden. Bei letzterer bin ich nun folgendermaassen verfahren.
Page 20 - ... Veränderung von S und w für gleiche Z0, m und T auch Z unverändert, dh der Gang der Umwandlung des Zuckers derselbe bleibt; dies bestätigt auch der Versuch, wie sich aus der Zusammenstellung auf Tabelle IX. *; ergiebt. Zugleich ist dies eine Folge der früher nachgewiesenen Unabhängigkeit der Grosse M von Z.
Page 19 - Umstände die etwas grösseren Abweichungen bei den Versuchen mit dieser Säure zugeschrieben werden müssen. Nach dem Vorerwähnten glaube ich, dass man einen Fehler von 1°, worin 0°,5 auf die Störungen während der Digestion, 0°,5 auf die Bestimmung des Nullpunkts und der Ablesung zu rechnen wäre, bei diesen Versuchen wird als möglich annehmen müssen. Bei...
Page 10 - ... stand in der Axe einer 57mm weiten Holzbüchse, welche oben und unten mit aufzuschraubenden Messingkappen versehen war. Letztere waren passend durchbohrt, so dass ein Thermometer (das oben erwähnte mit willkürlicher Scale) und eine Umrührvorrichtung angebracht werden konnte. Die Zuckerlösung war mit Salzsäure umgekehrt worden, da ich mir aber leider kein chemisch reines Silberrohr verschaffen konnte, so wurde die Säure nach beendigter Einwirkung mit Natron gesättigt, nachdem ich mich überzeugt...
Page 10 - Ich lasse die Resultate , zu denen ich über diese beiden Punkte gelangt bin, nachstehend folgen. 1. Gesetz, nach welchem das Drehungsvermögen des Schleimzuckers von der Temperatur abhängt. Ich liess mir zu den hierauf bezüglichen Versuchen einen kleinen Apparat construiren, welcher mir gestattete, die Temperatur der Zuckerlösung auf dem Polarisationsapparat genau zu bestimmen und möglichst constant zu erhalten. Ein dünnes Silberrohr, von...
Page 12 - D bei t° berechnen kann, was dem von der ff et angewandten Werth sehr nahe zu kommen scheint. Darnach kann man dann auch die Werthe des Umkehrungscoefficienten für alle Temperaturen aus dem für eine Temperatur t gefundenen sehr leicht bestimmen. Sind nämlich /< und D, /.i...
Page 12 - Zuckeranflösung (Zuckergehalt: 4854mg) mit 5 g Schwefelsäure (spec. Gew. = 1,8403) oder 6 g Salpetersäure (spec. Gew. = 1,2004) oder 6 g Salzsäure (spec. Gew. = 1,1201). [424] Die Umkehrung war dann sehr schnell beendigt, ich konnte den ganzen Vorgang im Polarisationsapparat selbst verfolgen und mit Leichtigkeit den Punkt des Maximums der Drehung nach links bestimmen. Ich führe die mit Schwefelsäure angestellte Beobachtungsreihe nachstehend auf : Drehung nach rechts vor der Mischung: 36°,...
Page 8 - M bedienen können, wobei indess zu bemerken [419J ist, dass die erhaltenen endlichen Werthe zugleich noch einen unendlich grossen Factor, nämlich die Anzahl der in der Zeiteinheit enthaltenen Zeitelemente, einschliessen. Die hier gestellte Aufgabe wird nun darin bestehen, zu ermitteln, ob und in welcher Weise M abhängig sei von den verschiedenen physikalischen Bedingungen des Vorganges, also ob und in welcher Art M eine Function sei der Zeit, der Zuckermenge, der Säuremenge, der Menge des Auflösungsmittels,...
Page 5 - Wichtigkeit bald zu erkennen war, die möglichste Sorgfalt verwendet. Die Zahl der Säuren, deren Einwirkung studirt wurde, beschränkte sich vorläufig auf vier, nämlich : Schwefelsäure, Salzsäure, Salpetersäure und Phosphorsäure. Beiläufige Versuche zeigten, dass Oxalsäure ebenfalls den rechtsdrehenden Zucker in linksdrehenden verwandelt, .Essigsäure aber, selbst wenn die Mischung in Wasser von 100° versenkt wurde, eine derartige Umkehrung nicht hervorbrachte2) ; beides ist auch schon...

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