Ueber den Inhalt der allgemeinen Bildung in der Zeit der Scholastik: Festrede gehalten in der öffentlichen Sitzung der k. b. Akademie der Wissenschaften zu München zur Feier ihres einhundert und siebenzehnten Stiftungsfestes am 28. März 1876

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Königliche Akademie der Wissenschaften zu München, 1876 - Civilization, Medieval - 47 pages
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Page 42 - Prinzen und ihre Lehrer, als vollständiger Beleg zu drei Abhandlungen über Gang und Zustand der sittlichen und gelehrten Bildung in Frankreich bis zum dreizehnten Jahrhundert und im Laufe desselben von Friedrich Christoph Schlosser.
Page 33 - Geschöpfe sich habe gebUren laßen können; wie es möglich gewesen, daß die Geburt Gottes des Sohnes mit der Unbeflecktheit der Jungfrau habe bestehen können; wie die Ubiquität Gottes des Sohnes im Sacrament des Altars zu faßen sei. Das waren die unbeantwortbaren Fragen, welche die Dichter aus dem früheren Mittelalter überkommen...
Page 13 - Inbegriff der Ideen. Die zweite ist die Schöpfung der Welt aus Nichts nach diesem Urbild, dh aber nur die Schöpfung der Engel und der noch ungeschiedenen und ungeformten Elemente. Die dritte besteht in der Gestaltung der sinnlichen Welt durch Scheidung und Formung der elementaren Materie. Die vierte ist die Entfaltung der Welt im Laufe der Zeit durch Fortpflanzung...
Page 11 - Togmas lind der Sittenlehre gehöre, was zur Erweckung liebender Versenkung in Gott, zur Auslegung des mystischen Sinnes der heiligen Schriften, zur wörtlichen oder symbolischen Erklärung der Wahrheit dienen könne, zu einem einheitlichen System zu ordnen und darzustellen.
Page 35 - Dabei ist zu bedenken, daß das Wort „Meister", mit welchem von alters her der mit vollständiger Lehre und Kunst seines Faches ausgerüstete singende Dichter belegt wurde, kein anderes ist, als das Wort Magister, welches den Grad des in den freien Künsten geprüften Mannes bezeichnete. In Michel BeHeims Liedern vermehrt sich der geistliche Stoff um die Befingung von Evangelientexten.
Page 15 - Fixsterne und die sieben Kreise der Planeten (Saturn, Jupiter, Mars, Sonne, Venus, Merkur, Mond). Nach letzterer scheidet sich der obere, reinere und überwiegend feurige Aether in allmäligen Abstufungen von der untern, je näher der Erde, um so stärker mit Wasser gemischten Luft.
Page 3 - Antheil hatten, sei es nun, dasa sie zwar wohl den Unterricht höherer Schulen genossen, aber ohne sich hernach einem bestimmten Studium der Theologie oder der Rechtswissenschaft usw zu widmen, sei es dass sie überhaupt an dem gelehrten Unterricht der Schulen keinen Antheil nahmen.
Page 33 - Styl oder wenn man will die alte Manier noch; die Meister gefielen sich vor wie nach in den scholastischen Grübeleien über metaphysische Dinge und besonders über kirchliche Dogmen und kirchliche Traditionen...
Page 8 - Gelehrte auch noch in späteren Jahren in ihren Fachstudien wechseln konnten, indem sie etwa von der Professur der Philosophie oder Theologie zu der der Jurisprudenz oder Medizin übergingen u.
Page 42 - SCHENKL, Die Excerpte aus den Briefen des Symmachus in dem 'Speculum historiale' des Vincentius Bellovacensis, in: Zeitschrift für die Österreichischen Gymnasien 11 (1860) 412-416.

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