Ueber deutsche rechtschreibung

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C. Gerold, 1852 - 36 pages
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Page 9 - Das ie wird in den Worten wo es als Brechung aus kurzem i auftritt und wo nicht die ältere Schreibung mit i daneben gilt, wie in gibt, ligt, wider, beibehalten; wo es Denungszeichen ift, wird es getilgt.
Page 7 - Denungs-e früher ebenfo wie heute fer viel gebraucht wurde, erfcheint es hochdeutfch nur an dem I. Unkundige habe ich fogleich zu warnen nicht alle ie, welche unfere Schrift bietet, als Denungs-ie zu faßen; in einem großen Theile derfelben ligt der Diphthong. Hier rede ich nur von den Fällen wo ie an der Stelle eines alten kurzen t erfcheint und von denen wo es für langes i fteht.
Page 8 - Worten eintreten ; eine Verlängerung des Vokals nimt Grimm für die mhd Zeit nicht an. Wir werden für die Fälle, wo ie aus kurzem...
Page 18 - Konfonanten zu fprechen, möchte ich denen zur Probe aufgeben, welche an der Richtigkeit der hier dargelegten Anficht zweifeln. Von den gewönlichen Grammatikern ift die Regel aufgeftelt, nach jedem gedenten Vokal den unmittelbar folgenden Konfonanlen einfach zu'fchreiben, nach jedem gefchärften ihn zu verdoppeln.
Page 28 - ... fpeif't, reil't, lieft, nim't, verglaft, heil'ge, Hegel'fche Schule, Göthe's Werke, Schiller's Gedichte, Reinhold's Buch, die Alba's, Karthago's Fall (Becker 2, 543). Wir taufchen hier die Rollen und fagen: ftreich jeden Apoftroph denn er nüzt zu nichts und macht den toten nicht lebendig; am...
Page 42 - Allgemeines und vergleichendes. § 1130—1132. zäpfchen-r, das im Franz. und Deutschen mehr und mehr um sich greift; dem Französischen ist der den beiden anderen sprachen so geläufige klapper ^ (think sprengen) unbekannt, desgleichen der klapper /; im Deutschen sind yy (franz. gouache equateur, engl. wild queer) höchstens in fremdwörtern üblich. 1130. Im Englischen und Französischen sind beinahe sämtliche consonanten paarweise vorhanden, je als ein stimmhafter und ein stimmloser. Anders...
Page 21 - Beifpielen jeder felbft abmeßen; wir haben hier nur zu fragen, wie lange wir dieß unnötige durch Außfprache und Gefchichle nicht zu rechtfertigende Zeichen dulden wollen. Das einzig vernünftige wäre es ganz zu tilgen; um den Uebergang aber zu vermitteln fchlage ich vor, th auß In- und Außlaut ganz zu verbannen, es im Anlaut vorläufig noch zu dulden. Mit diefem Vorgang ift fchon von den meiften neueren begonnen.
Page 40 - Schneidezähnen gebraucht wird, erhält sie keine zeit die lagen einzunehmen, welche zur erzengung der vocale des Systems nötig sind. Im Englischen sind die vocale bis zu einem gewissen grade von den consonanten gemacht worden; in dieser hinsieht hat bereits Tanger (Über d. Natur der alt- u. neuengl. Cons., Halle 1878) richtiges bemerkt. Im Französischen und Deutschen sind umgekehrt die consonanten zu großem teile von den vocalen bestimmt worden: dass in diesen sprachen sdtln teils oft teils...
Page 45 - ... g > (f, bei denen die lippen nicht vorgeschoben sind und die zunge nicht zurückgezogen ist wie bei yy, stehen fast eine octave höher. Ganz entsprechend haben wir bei jj genaue einstellung der mundteile zum i und tonhöhe des i, bei x und x dagegen nur hebung der mittelzunge gegen S.
Page 22 - Thor, aber gebeten, Geräte, geraten, Not, Gebot, Gebet. Ein gedenler Laut welcher dem t/t folgt oder vorangeht, kann auf feine Duldung keinen Einfluß haben. Die hochdeutfche afpirala der Zungenlaute ift », die fich in einen harten und einen weichen Laut, in z und ß nach heutiger Bezeichnung, theilt. Die Verdoppelung des harten z wurde in früherer Zeit zuweilen durch zz bezeichnet (fragm. th. 11. 13. hymn. V, S.

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