„...und Gott sprach zu Lenz“ oder Lenz ́ religiöse Dekadenz im psychischen Kollaps

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GRIN Verlag, 2007 - 16 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: sehr gut, Universitat Konstanz (FB Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Einfuhrung in das Studium der Neueren deutschen Literatur, 2 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Bei der Auseinandersetzung mit Georg Buchners "Lenz," wird bei genauer Betrachtung ein gewisser theologischer Aspekt innerhalb der Geschichte sichtbar, welcher in diese eingeflochten ist. Er dokumentiert in z.T. dramatischer Art und Weise die religiose Entwicklung und den Wandel Lenz von einem sich mit dem christlichen Glauben befassenden, uber einen fanatischen, sich mit der Figur des Jesus Christus gleichsetzenden Mann, zu einem selbsternannten Atheisten und sogar der Gleichstellung mit Satan und der Verachtung der eigenen Existenz. Dadurch verschafft er der Erzahlung einen Sichtpunkt, von dem man eine analoge Perspektive zum geistigen bzw. emotionalen Wandel (bezogen auf den gesundheitlichen Zustand) erhalt und zwar in einem religiosen Rahmen. Parallel zu seinem sich verschlechternden Geisteszustand, fallt er ab vom christlichen Glauben. Es wird im folgenden der Verlauf dieses religiosen Wandels anhand markanter Textstellen dokumentiert und, soweit angemessen, mit biblischen Auszugen, auf dessen Inhalt sich diese beziehen mogen, verglichen. Dabei wird in einzelnen Fallen eine Beziehung zum gesamten Kontext (evtl. parallel zum Krankheitsverlauf) hergestellt. Zusammenfassend wird der Versuch unternommen, eine mogliche Bedeutung fur dieses Werk und den Autor zu formulieren. Es sollen an diese Stelle innerhalb eines Resumees weitere mogliche, diesen theologischen Blickwinkel betreffende, Thesen formuliert werden.
 

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Page 3 - Wald herauf dampfte, und die Stimmen an den Felsen wach wurden, bald wie fern verhallende Donner, und dann gewaltig heran brausten, in Tönen, als wollten sie in ihrem wilden Jubel die Erde besingen, und die Wolken wie wilde wiehernde Rosse...
Page 4 - ... Glanz seine Augen geblendet hätte, wie er eine Stimme gehört hätte, wie es in der Nacht mit ihm gesprochen, und wie Gott so ganz bei ihm eingekehrt, daß er kindlich seine...
Page 7 - Kind kam ihm so verlassen vor, und er sich so allein und einsam; er warf sich über die Leiche nieder; der Tod erschreckte ihn, ein heftiger Schmerz faßte ihn an, diese Züge, dieses stille Gesicht sollte verwesen, er warf sich nieder, er betete mit allem Jammer der Verzweiflung, daß Gott ein Zeichen an ihm...

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