Untersuchung der Frauen-Charaktere im "König Rother"

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GRIN Verlag, 2007 - 40 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 2, Universitat Konstanz (Germanistik), Veranstaltung: Einfuhrung Altere Deutsche Sprache II, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Thematisierung der geschlechtsspezifischen Rollenverteilung ist so alt wie die Frauenbewegung an sich. Bei meiner Recherche zu dieser Arbeit habe ich erfahren, dass es Frauenbewegung im Sinne der Selbstbestimmung und des Kampfes um gesellschaftliche Anerkennung schon lange vor den vom Feminismus gepragten 60er und 70er Jahren gab; auch aus dem Mittelalter gibt es Dokumente, die von einem Aufbaumen einzelner Frauen gegen einengende und diskriminierende Normen berichten. Was mich an dem Bild der Frau im Mittelalter fasziniert - und zum Schreiben dieser Arbeit angeregt hat - ist die Doppelmoral, wie Frauen sich im gesellschaftlichen Alltag und in der Offentlichkeit zu benehmen hatten (besonders den Mannern gegenuber) und wie sie auf der anderen Seite von den Dichtern der Minnelyrik beschrieben wurden. Im realen Leben fuhrte die Frau des 12. Jahrhunderts ein dem Mann untergeordnetes Leben, in dem sie, je nach sozialem Status, meist nur in sehr geringem Ausma politisches oder gesellschaftliches Mitspracherecht bekam.1 In der Phantasie der Minnedichter erhalt die Frau jedoch Macht uber den Mann - zumindest solange, wie sie von ihm umworben wird.2 Diesen Widerspruch zwischen dem "wahren" und dem "geschriebenen" Leben mochte ich anhand historisch nachweisbarer Zeugnissen des Mittelalters und am literarischen Beispiel des "Konig Rother"3 untersuchen und auf seinen Wahrheitsgehalt hin prufen. Dabei strebe ich mit dieser Arbeit keine chronologische und luckenlose Darstellung der Frau im Wandel der Zeit an. Vielmehr stelle ich die Beschaftigung mit den Anfangen eines in der Literatur an Bedeutung gewinnenden Frauenbildes als statuierendes Exempel fur ein sich langsam veranderndes Frauenverstandnis ins Zentrum meiner Untersuchungen. In diesem Zusa
 

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Page 7 - Eltern lernte" als vom Wortsinn, von der Grammatik und vom Inhalt her unvertretbar ab(l). Diese Ablehnung scheint mir allerdings zu schroff ausgefallen. Immerhin wäre doch zu fragen, ob diese "kunne-Botschaft" für eine Prinzessin denkbar ist, die - so Böckenholt - "voll und ganz dem Bild einer auf die Wahrung der Etikette peinlich bedachten hochgestellten Jungfrau

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