Untersuchung journalistischer Zwiespälte in Schlöndorffs "Die Fälschung"

Front Cover
GRIN Verlag, 2007 - 44 pages
0 Reviews
Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Forschung und Studien, Note: 2, Technische Universitat Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig (Institut fur Medienwissenschaften), Veranstaltung: Medien im Spiegel des Spielfilms, 4 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Charakter des Journalismus ist eine vielschichtige Problematik die sowohl von Berufspraktikern als auch von Kommunikationswissenschaftlern haufig diskutiert wird. Diskussionspunkte sind hierbei unter anderen Objektivitat und Verantwortung in der journalistischen Praxis. In dieser Arbeit wird die Darstellung von Berichterstattung in Die Falschung" (1981) von Volker Schlondorff analysiert, um Zwiespalte im Arbeitsfeld des Journalismus aufzuzeigen. Anhand von Sequenzbeispielen werden verschiedene Faktoren untersuchen, die zu Problemen bei der journalistischen Arbeit fuhren und deshalb folgende Frage aufwerfen: konnen Medien Realitat widerspiegeln, oder stellen sie lediglich eine inszenierte Wirklichkeit dar? Zur Klarung dieser Fragestellung erlautert die Autorin den Inhalt und die wichtigen Elemente des Films, um dann die Rolle von Moral und Verantwortung im Journalismus zu besprechen. Des weiteren wird der Frage nach Objektivitat, journalistischer Kompetenz und der Funktion von Berichterstattung fur die Offentlichkeit nachgegangen. Einige Auswahlkriterien die bei der Nachrichtenselektion durch Journalisten und Redakteure ausschlaggebend sind werden ebenfalls erklart. Als abschliessenden Punkt wird mit Hilfe der Theorie des Konstruktivismus untersucht, ob es sich bei der Medienberichterstattung um eine Inszenierung der Realitat handelt."
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Other editions - View all

Common terms and phrases

ABC des Journalismus außenstehender Beobachter Beirut berichten Berichterstattung als inszenierte bewußt Brief an Greta Doppelcharakter Eingangssequenz Elemente des Films Emotionen Ereignisse Erlebnisse Ethik als journalistische Exzellenz Joseph Fakten Fernsehreportage Folgerung und Reflexion Fotograf sieht Fotos GRIN Verlag Haufen unpolitischer Leichen Hotel Individualethik Inhalt und Elemente Instanz und Öffentliche inszenierte Wirklichkeit journalistische Arbeit journalistische Verantwortung Klaus Merten Kommunikationswissenschaft konkrete Stellungnahmen Konstruktivismus Kriegsberichterstatter Kriegsfotos Kriegsparteien Kritische Instanz Laschen fährt Laschen versucht Laschens Artikel Laschens persönliche Laschens Umfeld Leben zu fälschen letztendlich Libanon Libanonkrieg Massenmedien meist Milizen Moral und Ethik Moralisches Handeln Nachrichten Nachrichtenbeschaffung Nachrichtenfaktoren Nachrichtenselektion Nadine Klemens Untersuchung nur´n Haufen unpolitischer objektive Objektivität Politik praktisch-pragmatische Vorgaben Printmedien Redaktion Reflexion der Untersuchung Roland Burkart Rolle als Außenstehender Rückblenden Scharfschützenlager Schlöndorffs Die Fälschung Schlöndorffs Film seh da nur´n Selektion Sequenz Sequenzprotokoll Skepsis gegenüber Quellen somit unpolitischer Leichen rumliegen Untersuchung journalistischer Zwiespälte verzerrte Realität verzweifeltes Interesse Videofreaks wichtig Wirklichkeit der Medien Zeitung Zwiespälte in Schlöndorffs

Popular passages

Page 6 - Kommunikationsprozeß zur Auswahl von relevanten oder für relevant ausgegebenen Sachverhalten oder Problemen, die als Themen etabliert werden und zu denen vor allem durch die Medien Meinungen erzeugt werden. Die Präsentation von Meinungen in der Öffentlichkeit provoziert eine Auswahl relevanter oder für relevant gehaltener Meinungen, die von einer Mehrheit akzeptiert werden oder akzeptiert zu werden scheinen und dadurch politische Wirkungen entfalten
Page 6 - Rundfunk darin durchaus als soziale Institutionen verstanden; andererseits sind die Medien eine Industrie und dienen somit - im weitesten Sinne - (wirtschaftlichen) Einzelinteressen. Einerseits sind sie - als Kinder der Aufklärung - philosophischen Werten verpflichtet, wie zB Vernunft, Freiheit, Wissen, Mündigkeit. Andererseits sind die Medien und ihre Journalisten an praktisch-pragmatischen Vorgaben und Zielen wie Reichweite, Konkurrenz, Redaktionsschluß, Professionalität und Karriere orientiert....
Page 6 - Presse und Rundfunk als soziale Institutionen, die also der Allgemeinheit dienen sollen; andererseits sind die Medien eine Industrie und dienen somit - im weitesten Sinne - (wirtschaftlichen) Einzelinteressen. Einerseits sind sie - als Kinder der Aufklärung - philosophischen Werten verpflichtet; solche Werte sind Vernunft, Freiheit, Wissen, Mündigkeit; andererseits sind die Medien und ihre Journalisten an praktisch-pragmatischen Vorgaben und Zielen wie Reichweite, Konkurrenz...
Page 5 - verarbeiten" sein. Die Frage ist dabei, ob Journalisten funktional eher Agenten der Gesinnung oder der Verantwortung sind. Gerade der Rekurs auf „Wirklichkeit" oder „Wahrheit" hilft nun auch im Journalismus nicht weiter. Für moralische Entscheidungen gibt es keine „realen" Grundlagen, sondern nur subjektabhängige Kriterien und die Bedeutung, welche sie in sozialen Kontexten haben.
Page 7 - So wird der Einfluß der Presse auf die Formierung öffentlicher Meinung zu Recht darin gesehen, daß sie Themen informeller Kommunikation flächendeckend aufgreifen und durch kontinuierliche Berichterstattung zugleich...

Bibliographic information