Völkerpsychologie: -2. Bd. Die Sprache

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W. Engelmann, 1904 - Ethnopsychology
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abstrakten ähnlich Akkusativ Aktionsart allgemeinen Apperzeption Assoziationen attributive Ausdruck ausgedrückt Aussage Aussagesatz äußeren Bedeutung Bedeutungswandel Bedingungen Begriff beiden besonders Bestandteile bestimmte Bewußtsein bezeichnen Beziehung bilden Bildung bloß daher Denkens deutlich dominierenden Eigenschaften einfachen einzelnen Elemente Entstehung Entwicklung Erscheinungen erst Fällen Form Funktion ganzen Gefühle Gegenstand Genitiv Gesamtvorstellung gewisse gleichen Gliederung Grammatik Handlung Hilfswörter hypotaktischen Hypotaxe indem indogermanischen indogermanischen Sprachen Inhalt irgendeine Kasus Kasusformen Konjunktionen konkreten Kopula lich logischen Merkmale Metapher Motive Müller namentlich natürlich Nebensatz Nomen nominale Objekt objektiven onomatopoetischen parataktischen Parataxe Partikeln Person Personalpronomen Possessivpronomen Prädikat prädikative prädizierende Präpositionen Pronomen psychischen psychologischen Satz Satzform sekundäre selbständigen singulären Sinne sinnlichen Sprache Sprachform Sprachgebiet sprachlichen Stellung Stufe Subjekt subjektiven Substantiv Suffixe syntaktischen teils Tonakzente Übergang überhaupt unserer Unterscheidung ursprünglich Verbalbegriffs verbalen Verbalformen Verbindung Verbum Verhältnis verschiedenen Völkerpsychologie Vorgänge vorkommen Vorstellungen Weise weitere wesentlich wieder wirklichen Wirkung wohl Wort Wortformen Wortstellung zugleich zunächst Zusammenhang Zustand Zustandsbegriffe zwei zweite

Popular passages

Page 237 - der Satz ist der sprachliche Ausdruck, das Symbol dafür, daß sich die Verbindung mehrerer Vorstellungen oder Vorstellungsgruppen in der Seele des Sprechenden vollzogen hat und das Mittel dazu, die nämliche Verbindung der nämlichen Vorstellung in der Seele des Hörenden zu erzeugen...
Page 532 - In den Verbindungen Land und Meer, Land und Wasser, Land und Stadt, Land und Volk nimmt aber dieser Begriff jedesmal eine andere Färbung an, die durch die Beziehung zu dem gegenüberstehenden Begriff bestimmt ist.
Page 643 - Sprache notwendig in sich, und auf jeder dieser Stufen äußert sich das Vorstellen, Fühlen und Denken in der ihr genau adäquaten Form: diese Äußerung gehört selbst zu der psychologischen Funktion, deren wahrnehmbares Merkmal sie ist, sie folgt ihr weder nach, noch geht sie ihr voraus. Von dem Augenblick an, wo die Sprache auftritt, ist sie daher ein objektives Maß für die in ihr sich äußernde Entwicklung des Denkens, aber sie ist dies nur deshalb, weil sie selbst ein integrierender Bestandteil...
Page 643 - ... gewesen wäre, die Entwicklung der Sprache Schritt für Schritt mit seiner eigenen Wahrnehmung zu verfolgen, würde niemals in die Lage gekommen sein zu sagen : hier, in diesem Augenblick beginnt die Sprache, und dort, in dem unmittelbar vorangegangenen war sie noch nicht da. Als eine Ausdrucksbewegung, was sie auf allen ihren Entwicklungsstufen bleibt, geht sie vollkommen kontinuierlich aus der Gesamtheit der Ausdrucksbewegungen hervor, die das animalische Leben überhaupt kennzeichnen.
Page 569 - Wort greifen läßt, das dem auszudrückenden Gefühlswert, objektiv betrachtet, nicht entspricht. War es nun aber auch subjektiv in dem Moment, wo es zuerst angewandt wurde, ein adäquater Ausdruck des gesteigerten Gefühls, so kann doch diese Wertung nicht andauern. Fixiert sich daher gleichwohl das im Affekt gebrauchte Wort, so ist die Abnahme der ihm innewohnenden Gefühlsstärke die Folge.
Page 25 - erzeugte, gewirkte. stoffartige, kollektive» u. dgl. bezeichnen. tiver Kulturbedingungen noch ziemlich unverhüllt zutage treten, müssen jedoch bei einzelnen Stämmen frühe schon andere, formale Assoziationen hinzugetreten sein, darin bestehend, daß bestimmte Wortformen anderen, ihnen in den formbildenden Elementen ähnlichen auch im Artikel und in den attributiv beigegebenen Adjektiven sich anglichen. So konnte vermöge einer von der Form auf den Inhalt übergreifenden Lautassimilation, die...
Page 142 - Bieten schon die Sprachen, welche die Wortformen des Verbums in ihrer schärfsten Ausprägung gegenüber denen des Nomens entwickelt haben, mannigfache Spuren eines Ineinanderfließens der Begriffe, indem das Verbum bald nominale Elemente in sich aufnimmt, bald seine eigene prädizierende Funktion auf solche überträgt, so treten uns vollends überaus wechselnde Verhältnisse zwischen beiden Grundformen des Wortes in zahlreichen andern Sprachgebieten entgegen.
Page 438 - Komplex psychischer Zusammenhänge, die eigentümlichen Assoziations- und Apperzeptionsgesetze, die in dem Aufbau der Wortformen, in der Scheidung der Redeteile, der Gliederung des Satzes und der Ordnung der Satzglieder zur Erscheinung kommen.
Page 594 - Formen decken, so kann sie nur als eine Gesamtvorstellung definiert werden, in der disparate Teile gemischt sind, und wobei zwar das Bewußtsein dieser disparaten Beschaffenheit besteht, zugleich aber die durch die disparaten ersetzten homogenen Vorstellungen durch eine leicht bewegliche Assoziation geweckt werden.
Page 568 - Gefühle durch häufige Wiederholung sich abschwächen. Aber mag dieses Moment mitbeteiligt sein, für sich allein reicht es schwerlich aus, einen Bedeutungswandel zustande zu bringen. Ein positiverer Grund zu einem solchen liegt dagegen sehr häufig in der wirklichen Gefühlssteigerung im Affekt, die den Redenden zu einem Wort greifen läßt, das dem auszudrückenden Gefühlswert, objektiv betrachtet, nicht entspricht.

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