Verbildlichte Fremdheit.: Eine qualitative Analyse von Reisekatalogen.

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GRIN Verlag, Nov 1, 2007 - Education - 157 pages
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Diplomarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Pädagogik - Sonstiges, Note: 1,0, Universität Bielefeld, 66 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Auszug aus dem Gutachten: So genannte Fernreisen stellen eine Praxis dar, die mittlerweile in „westlichen Kontexten“ wenig fremd ist. Diese kulturell „unfremde“ Weise der Produktion und Inszenierung von Fremdheitserfahrungen ist Gegenstand der Arbeit von Nicola Stratmann. Das allgemeine Ziel der Studie besteht hierbei darin, die in Urlaubskatalogen deutlich werdende und die Wirkung dieser Kataloge tragende westliche Faszination am nicht-westlichen Fremden zu reflektieren. Zentrale theoretische Referenzen der Reflexionen sind einerseits kultur- und sozialphänomenologische Überlegungen zu Fremdheit, vor allem die fremdheitstheoretischen Erwägungen von Bernhard Waldenfels, darüber hinaus rassismustheoretische Ansätze wie sie insbesondere in den Cultural und Postcolonial Studies entwickelt worden sind. Die Arbeit ist insgesamt so angelegt, dass sich die Explikation der Fremdheitsdarstellung auf den analysierten Katalogseiten von sozialphänomenologischer Auslotung zu einer rassismuskritischen Kommentierung entwickelt. Diese Entwicklung ist deshalb begrüßenswert und von großer Bedeutung, da kulturanthropologische und -phänomenologische Ausführungen zu Fremdheit zu der Aussparung dessen neigen, dass "Fremdheit" ein für das Bewahren von historisch gewachsenen Verhältnissen der Über- und Unterordnung funktionales Zuschreibungsmoment ist. Ausgespart bleibt hier weitestgehend die Diskussion von "Fremdheit" als sozialer Praxis und das Hineinholen der Fremdheitspraxis in den Begriff sowohl kultureller als auch sozialer Praxis. Die Arbeit von Stratmann überwindet diese Aussparung rassismustheoretisch. Die Untersuchung konzentriert sich auf die Analyse von vier unterschiedlichen Reisekatalog-Seiten, die Urlaubsaufenthalte in Afrika anbieten und dafür werben. Nach der ersten Bildanalyse erläutert Frau Stratmann (Kap. II) ihr methodisches, an der seriell-ikonographischen Fotoanalyse orientiertes Vorgehen auf hohem methodologisch-reflexiven Niveau. Dichten, detailnahen Deskriptionen der Bild-Text-Komplexe folgen Deutungen dieser Beschreibungen, die die eigene Perspektivengebundenheit erkenntnisproduzierend in einem schrittweisen Prozess zunehmender Abstraktion explizieren.(...) (HD Dr. Paul Mecheril)
 

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