Verbrechen und Strafe im Mittelalter

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GRIN Verlag, 2010 - Crime - 72 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 1,3, Bergische Universitat Wuppertal, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Mittelalter wird haufig als dunkles Zeitalter beschrieben, gekennzeichnet durch ein brutales System von Folter, Qual und drakonischen Urteilen, vollzogen an unmundigen Burgern. Kann uberhaupt von einem Strafrecht gesprochen werden, so scheint es barbarische Strafen vorgesehen zu haben, deren offentliche Durchfuhrung der Abschreckung dienen sollte. Die Burger schienen diesen Hinrichtungen und Korperstrafen beizuwohnen, um den verachteten Verbrecher moglichst hart gestraft zu wissen. Der Gewalttopos ist aus heutiger Sicht ein bestimmender Allgemeinplatz bei der Ruckschau auf das Mittelalter. Halt er aber einer genaueren Betrachtung in diesem Masse stand? In welchem Verhaltnis stehen Verbrechen und Strafen zueinander, in einer Zeit, die ein ausgebildetes Strafsystem heutiger Tage noch nicht kannte? Diese Arbeit beschaftigt sich mit typischen Verbrechen und deren Bestrafung im Mittelalter vor dem Hintergrund der allmahlichen Urbanisierung der Gesellschaft. Im Mittelpunkt werden daher nicht die fruhen Formen des Strafrechts (Leges u.a.) stehen, vielmehr wird zu zeigen sein, wie stadtisches Leben im Mittelalter mit Verbrechen und Strafe verbunden war. Dabei wird versucht, nicht unbewusst ein ausdifferenziertes modernes Strafrecht als Massstab fur eine Zeit anzulegen, der eine einheitliche Gesetzgebung noch unbekannt war. Ziel der Arbeit ist keine Strafrechtsgeschichte, sondern eine differenziertere bzw. deskriptive Betrachtung von vornehmlich in mittelalterlichen Stadten begangenen Straftaten und deren Sanktionierung, vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Strafrechts, wobei mentalitatsgeschichtliche Aspekte zu berucksichtigen sein werden. Die Arbeit behandelt zunachst allgemeine Aspekte zum Zusammenhang von Stadt und Verbrechen. Nachdem diese einleitend thematisiert worden sind, wird in aller"
 

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