Vergleich der Konzepte von Empfindsamkeit in Christian Fürchtegott Gellerts "Leben der schwedischen Gräfin von G***" und Johann Wolfgang von Goethes "Die Leiden des jungen Werther"

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GRIN Verlag, 2007 - 36 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,7, Westfalische Wilhelms-Universitat Munster, Veranstaltung: Emotionaltitat (im 17. und 18. Jahrhundert), 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In der zweiten Halfte des 18. Jahrhundert begann in Deutschland die Epoche der Empfindsamkeit. Nach Nikolaus Wegemann beschreibe der Terminus Empfindsamkeit' in seiner Grundbedeutung die Fahigkeit zur Erfahrung sinnlich angenehmer Empfindungen und Gefuhle, deren legitimer sozialer Ort die altruistische, ganzliche moralische und nur Gegenseitiger Zuwendung verpflichteter Geselligkeit ist"1. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts, in den Jahren 1747 und 1748, veroffentlichte Christian Furchtegott Gellert die beiden Teile seines Romans Leben der schwedischen Grafin von G***. Sowohl Wegemann als auch Thomas Kahlcke charakterisieren Gellerts Roman als den ersten, grossen Durchbruch" der Empfindsamkeit in Deutschland. Im Jahre 1774 kam es zu einem Ereignis, das Wegemann als das spektakularste" in der Geschichte der Empfindsamkeit bezeichnet: der Roman Die Leiden des jungen Werther von Johann Wolfgang von Goethe erschien in seiner ersten Auflage. In der vorliegenden Hausarbeit soll der Versuch unternommen werden, diese beiden Romane in Bezug auf ihre dargestellten Konzepte von Empfindsamkeit miteinander zu vergleichen. Die ersten Analogien zwischen Gellerts Leben der schwedischen Grafin von G*** und Goethes Die Leiden des jungen Werther lassen sich auf der Ebene der Personenkonstellation erkennen. In beiden Romanen finden wir Beziehungsdreiecke, die sich zusammensetzen aus einer Frau, ihrem Gemahl und einem Dritten, der die schon Vergebene liebt. So heiratet Gellerts Ich-Erzahlerin, die schwedische Grafin von G**, nach dem vermeintlichen Tod ihres Ehemannes dessen besten Freund Herrn R**, den sie so zartlich als meinen ersten Gemahl" (LSG 37) liebt. Als der totgeglaubte Graf zuruckkehrt, nimmt die Grafin ihre Eh"

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