Vergleich von Konzepten der deskriptiven und präskriptiven Entscheidungstheorie und ihre Anwendung in der Praxis

Front Cover
GRIN Verlag, 2009 - 84 pages
0 Reviews
Diplomarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich BWL - Unternehmensfuhrung, Management, Organisation, Note: 1,8, Fachhochschule Koln, Sprache: Deutsch, Abstract: In vielen Entscheidungssituationen ist der Mensch mit seinem sogenannten gesunden Menschenverstand oft uberfordert. Dies kann an der Unsicherheit der Zukunft oder an der Komplexitat der Entscheidungssituation liegen. Vor diesem Hintergrund sind viele Entscheidungsregeln entwickelt worden, um die Qualitat der Entscheidungen zu erhohen. Betrachten wir die psychologische Perspektive, so kalkulieren Menschen im Allgemeinen bei der Frage, welche Entscheidung sie treffen sollen, nicht so, wie es die Entscheidungsregeln vorschreiben. Sie beurteilen Situationen und wahlen Optionen im Rahmen ihrer beschrankten kognitiven Kapazitat sowie auf der Basis ihrer Erfahrungen und Ziele. Betrachtet man diese zwei Grundrichtungen der Entscheidungsfindung, so kann zwischen einer praskriptiven und einer deskriptiven Entscheidungstheorie unterschieden werden. Praskriptiv ist eine Entscheidungstheorie, die es besagt, wie man sich verhalten bzw. welche Alternativen man wahlen sollte, wenn man bestimmte Grundvoraussetzungen (Axiome) rationalen Denkens fur richtig halt. Sie liefert formalisierte Regeln und Verfahren zur Strukturierung und Verarbeitung von Information und sieht ihre Aufgabe darin, Menschen bei schwierigen Entscheidungen zu unterstutzen. Demgegenuber sieht die deskriptive Entscheidungsforschung ihre Aufgabe darin, das tatsachliche menschliche Entscheidungsverhalten zu beschreiben. Sie nutzt Daten aus der empirischen Beobachtung und leitet daraus Ruckschlusse auf das zukunftige Verhalten. Diese Daten sollen es ermoglichen, das reale Entscheidungsverhalten der Menschen zu verstehen, um auf dieser Grundlage dann Vorhersagen treffen und damit Entscheidungen verbessern zu konnen. Beide Ansatze sind nicht unabhangig voneinander zu betrachten. Einerseits bezieht sich die praskriptive Theorie durchaus auf reales, d.h. beobacht
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Contents

Seite
5
Entscheiden unter Sicherheit
19
Entscheiden unter Unsicherheit
25
Gruppenentscheidungen
57
Anwendung in der Praxis
65
Schlussbemerkung
72
Copyright

Other editions - View all

Common terms and phrases

Abbildung Absatz Abstimmungsregeln Aktie Alternative 2a Ausprägung Axiom Bedingungen beiden beispielsweise Bernoulli besser Betriebswirtschaft Daniel Bernoulli Decision-Field-Theorie deskriptiven Ent deskriptiven Entscheidungsforschung diejenige Alternative Dominanzprinzip Effekte effizienten Alternativen Eintrittswahrscheinlichkeiten einzelnen empirischer Befunde Entscheidung unter Unsicherheit Entscheidungsmatrix Entscheidungsprozess Entscheidungsregeln Entscheidungssituation Entscheidungsträger Entscheidungsverhalten Ergebniswert ersten Erwartungsnutzen Erwartungsnutzentheorie Erwartungswert Erwartungswertprinzip Expected Utility Finanzmärkten folgende Funktion gewählt gewichtet Gewinn Gruppe Gruppenentscheidung Gruppenmitglied Gruppenpolarisierung Heuristiken höheren individuellen Präferenzen Informationen Jahre John von Neumann Kapitel kognitiven Aufwand konnte konsequentialistischer Konsequenzen konvexe Funktion Konzept Korrelationskoeffizient Lexikographische Ordnung Lotterie MAU-Regel Maximin meisten Stimmen Menschen Modelle möglichen muss native Nutzenfunktion objektiven optimal Optionen Oskar Morgenstern Paarvergleiche Personen Petersburger Paradoxon Präferenzordnung Präferenzstärke präskriptive Entscheidungstheorie präskriptiven Theorien Praxis Prospect-Theorie Rationalität Realität Regel Ringelmann-Effekt Risiko Risikoeinstellung Risikoscheu routinisierte Savage-Niehans-Regel scheidungen scheidungsforschung SEU-Modell SEU-Theorie Situationen skriptiven soll Status quo Stufe subjektiven Nutzen subjektiven Wahrscheinlichkeiten Tabelle Umwelt Umweltschäden Umweltzustände unserem Beispiel unterschiedlichen Verluste vorgestellten Wert Wertfunktion Wertpapiere Ziel zwei Alternativen

Bibliographic information