Vergleichende Grammatik des Sanskrit, Send, Armenischen, Griechischen, Lateinischen, Litauischen, Altslavischen, Gothischen und Deutschen, Volume 2

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F. Dümmler, 1859 - Indo-European languages
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Page 350 - Es ist kaum möglich etwas Zuverlässiges über den Ursprung dieser Sylben zu sagen. Am wahrscheinlichsten aber ist mir, dafs die meisten derselben Pronomina sind, wodurch die in der Wurzel in abstracto ausgedrückte Handlung oder Eigenschaft zu etwas Concretem, z. B. der Ausdruck des Begriffs lieben zum Ausdruck der Person wird, welche liebt. Diese Person aber wird durch die Personal-Endung näher bestimmt, ob sie ich, du oder er sei.
Page 414 - Zischlauts), so kann man wiederum sagen: „ein Essender oder Beifsender ist noch kein Zahn (es könnte auch ein Hund oder Mund sein)", und somit dreht sich die Sprache in einem Kreise von Unvollständigkeiten herum, bezeichnet die Gegenstände unvollständig durch irgend eine Eigenschaft, die selber unvollständig angedeutet ist.
Page 2 - Pronomens durch ein voranstehendes übernommen wird, dafs wir sagen guter, aber der gute, nicht der guter, was unser Sprachgefühl sehr verletzen würde; denn es liegt noch in unserem Gefühl, dafs in guter ein Pronomen enthalten ist, wie wir in im, am, beim Pronomina fühlen, wenngleich hier das Pronomen stammhaft nicht mehr vorhanden ist, sondern nur seine Casus-Endung zurückgelassen hat. In dem Begreifen der...
Page 386 - Reduplicationssylbe bezweckt blofs eine Steigerung des Begriffs, gibt der Wurzel einen Nachdruck, der von dem Sprachgeist als Typus des Gewordenen, Vollendeten, im Gegensatze zu dem erst im Werden Begriffenen, noch nicht zum Ziele Gelangten, aufgefafst wird.

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