Vermischte Schriften, Volume 3

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in der Ettinger'schen Buchhandlung, 1829 - Greece
 

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Page 556 - Aus der Asche des Dahingesunkenen Funken ziehen, und aus ihnen ein allgemeines Feuer wieder anfachen wollen, ist eitle Bemühung. Aber auch nur eine Veränderung, welche in den Ideen selbst vorgeht, ist fähig, die Kunst aus ihrer Ermattung zu erheben; nur ein neues Wissen, ein neuer Glaube vermögend, sie zu der Arbeit zu begeistern, wodurch sie in einem verjüngten Leben eine der vorigen ähnliche Herrlichkeit offenbarte.
Page 321 - Wenn dieses wahr ist, so folgt»): daß die Handlungen der Menschen nicht sowohl aus ihrer Philosophie müssen hergeleitet werden, als ihre Philosophie aus ihren Handlungen ; daß ihre Geschichte nicht aus ihrer Denkungsart entspringe, sondern ihre Denkungsart aus ihrer Geschichte.
Page 534 - Anfängen zu großer Macht und Höhe herangewachsen, ist durch Begeisterung groß geworden. So Reiche und Staaten, Künste und Wissenschaften. Aber nicht die Kraft des Einzelnen richtet es aus; nur der Geist, der sich im Ganzen verbreitet.
Page 535 - Lob bringt, sondern nach einem hochgesteckten, außerordentlichen Ziel gestrebt wird. Nur dann, wenn das öffentliche Leben durch die nämlichen Kräfte in Bewegung gesetzt wird , durch welche die Kunst sich erhebt, nur dann kann diese von ihm Vortheil ziehen; denn sie kann sich, ohne den Adel ihrer Natur aufzugeben, nach nichts Aeußerem richten.
Page 400 - Theile eines organischen Ganzen, und ihre fromme Scheu, an das Alte zu rühren, wenn es durch die Kunst geheiligt war.
Page 389 - Die Leyer verstummt und lebt nur noch als Symbol in geschriebenen Liedern fort; der Gesang erstirbt in dem Tonzeichen, und das lehrende Wort strebt stolz und kalt über die nächsten Umgebungen nach einer fernstehenden und zerstreuten Welt, oft auch über die Gegenwart unmittelbar zur Nachwelt hin«.
Page 392 - Glanze bewege, das war das Streben des epischen Dichters, wie eines jeden, in dessen frischer und kräftiger Phantasie ein beseelter Stoff zur Mittheilung sich drängt. Diesem Streben aber entsprach die jonische Mundart auf das vollkommenste.
Page 333 - Spiels« (ebd. S. 43). Ganz auf dieser Linie liegt Roetscher, Zeitalter (1827), S. 37-43 in dem Kapitel über die »Sinnlichkeit der attischen Komödie«; siehe zB dort S. 42-43: »Ein wahrhaftes Studium seiner Werke gewährt daher die befriedigende Einsicht, daß die Sinnlichkeit als solche ihm nie Zweck gewesen, noch auch der Hefe des Volkes zu gefallen seiner Gesinnung zugesagt, daß sich vielmehr auch in dem bunten Gemisch und den mannigfachen Ausführungen sinnlicher Triebe und Bedürfnisse...
Page lxx - Schiff bruche der Völker gerettet, wir noch heute unsere bangen Wünsche weihen, in der Blütezeit des hellenischen Alterthums, offenbarte sich am kräftigsten der Unterschied zwischen Wort und Schrift. Nicht die Schwierigkeit des Ideenverkehrs allein, nicht die Entbehrung einer deutschen Kunst, die den Gedanken wie auf Flügeln durch den Raum verbreitet und ihm lange Dauer...
Page 381 - Er» schcinung ist einzig in der Geschichte der Völker. Zwar haben auch die Nationen des neuen Europa den Gebrauch ihrer Mundarten nicht ganz verschmäht; aber nur so lange als die Stämme für sich bestanden, und kein gemeinsames Band...

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