Verstehende Diagnostik als Chance zur rehistorisierenden Diagnostik für und mit chronisch verwirrten Menschen zur Bewahrung der biographischen Integrität

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GRIN Verlag, Feb 6, 2006 - Medical - 210 pages
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Diplomarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Pflegewissenschaften, Note: 2, Universität Bremen (Universität Bremen Fachbereich 11), 150 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das erste Kapitel dieser Arbeit beschäftigt sich mit der Verstehenden Diagnostik nach Jantzen und beschreibt den diagnostischen Prozeß des Verstehens über eine Diagnosestellung und die Anwendung der diagnostizierten Krankheit auf eine mögliche Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen, um die Entwicklung eines Menschen in seinem psychosozialen Lebenszusammenhang bzw. in seinen sozial isolierenden Bedingungen annähernd zu verstehen, um kontrolliert verstehende Dialogisierung beim Menschen wieder zu erlangen. Das zweite Kapitel thematisiert das dahinterliegende Menschenbild des sich ständig entwickelnden Menschen im systemischen Austausch Subjekt- Tätigkeit- Objekt unter seinen jeweiligen Bedingungen. In diesem Kapitel wird speziell auf das postrelativistische Weltbild und die implizierte systemtheoretische und tätigkeitstheoretische Sichtweise des Austausches des Menschen mit seiner Umwelt zur Erklärung eingegangen. Das dritte Kapitel setzt sich mit dem Psychosyndrom der chronischen Verwirrtheit auf der Grundlage der DAT auseinander und beschreibt die neuropsychologische Symptomatik der chronischen Verwirrtheit anhand der Lokalisationstheorie nach Luria, wobei zur Beschreibung der Symptomatik die Einkategorisierungshilfe der „funktionellen Organisation der psychischen Haupteinheiten“ nach Luria angewandt wurde. Das vierte Kapitel handelt über die ausführliche Vorstellung einer psychischen Tätigkeitstheorie und der implizierten emotional – motivational - sinnhaften Regulation nach den Ansätzen von Anochin, Decker, Jantzen etc., um die Problematik eines chronisch verwirrten Menschen in seiner alltäglichen Tätigkeit im Austauschverhältnis S-T-O annährend erklären und einschätzen zu können. Innerhalb dieses Kapitels wird zudem die Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen und die eines betroffenen Menschen anhand der Persönlichkeitsparameter nach Leontjew thematisiert.Die analytischen Ergebnisse einer möglichen Persönlichkeitsentwicklung eines betroffenen Menschen stellen in dieser Arbeit das Erklärungswissen zum betroffenen Menschen dar. Das fünfte Kapitel setzt sich darauf aufbauend mit der professionell handelnden Pflege und seinen praxisbezogenen Kompetenzen und den pädagogisch therapeutischen Handlungskonzepten auseinander. Das sechste und abschließende Kapitel thematisiert diese Fachthematik bezüglich ihrer berufspraktischen Realität aus berufspädagogischer Sicht.
 

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Contents

I
3
II
20
III
36
IV
53
V
101
VII
150
VIII
180

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Common terms and phrases

Abbild afferenten Afferenzsynthese Aktivation alltäglichen alltagsbegleitende Maßnahme Alzheimer Amygdala Anochin äußeren Austausch Auszubildenden Bedeutung Bedürfnisbefriedigung Bedürfnisse Begleitung betroffenen Menschen bewußt Beziehungen biographischen chronisch verwirrten Menschen Decker Demenz Diagnostik als Möglichkeit dynamisch prozeßhaft anzuwendenden eigenen Eigenzeit emotionale Bewertung Empathie Entwicklung Entwicklungslogik Erfahrungen Feuser Formatio reticularis Frontallappen funktionellen Systems gegenständlichen gemeinsamen Handlungsprozeß gesellschaftlichen Handeln Handlung Haupteinheit Hippocampus Hypothalamus individuellen Inhalte inneren innerhalb Integration isolierenden Bedingungen Jantzen Kapitel kognitive Kommunikation Kompetenz kortikalen Leben Lebensaktivitäten Leontjew Lernen limbischen limbischen Systems Luria menschlichen Tätigkeit Möglichkeit der Rehistorisierung Motiv motivational Motivhierarchien muß Neokortex neokortikalen neuropsychologische pädagogisch pädagogisch-therapeutischen persönlichen Sinn Persönlichkeitsentwicklung Pflegeperson Pflegepraxis als therapeutische Pflegeprozeß pflegerischen pflegewissenschaftlichen professionell Pflegenden professionellen Pflegepraxis Prozeß prozeßhaft anzuwendenden Handlungskonzepte psychischen Realität reflexive Rehistorisierung des Menschen Reize Rollenspiel schen Selbstwissens sinnhaften sinnlich Sinnrealisierung soziale Isolation sozialen Verkehr ständig Strukturen subdominanten Subjekt subjektiven Syndromanalyse System S-T-O Tätigkeitsprozeß tertiären therapeutische und alltagsbegleitende Umwelt Veränderungen Verhalten Verstehende Diagnostik Vertrautheit Welt Wissen wobei Ziel zielgerichteten

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