Vicente Huidobros Creacionismo am Beispiel des Gedichtes "Vermouth"

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GRIN Verlag, Nov 26, 2003 - Foreign Language Study - 24 pages
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Gegenstand dieser Arbeit ist der Creacionismo, eine ästhetische Theorie, die von dem chilenischen Dichter Vicente Huidobro (1893-1948) entwickelt wurde. Im ersten Teil gehe ich auf den Creacionismo selbst ein, seine wichtigsten Merkmale und auf seine Situierung in der Avantgarde. Dabei wird keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhoben, da selbst Vicente Huidobro auf die Frage „¿Cuál es la estética del Creacionismo?“ antworten musste: „Para contestar necesitaría escribir un libro.“ Vielmehr geht es in dieser Arbeit darum, die wichtigsten Charakteristika der Theorie herauszuarbeiten, so dass später bei der Betrachtung des Gedichtes „Vermouth“ überprüft werden kann, ob Huidobro diese Theorie auch in der dichterischen Praxis verwirklicht hat. Im Kapitel "Situierung des Creacionismo in der Avantgarde" wird versucht, die Stimmung der Zeit, in der Huidobro seine Werke verfasst hat, einzufangen, und somit auch zu einem besseren Verständnis des Dichters selbst, seiner Umstände und seiner Gedichte zu gelangen. Auch wenn Huidobro für sich selbst völlige Originalität und dichterische Unabhängigkeit proklamiert, bleibt er dennoch von den Einflüssen der anderen Avantgarden nicht gänzlich unberührt. Der zweite Teil der Arbeit soll mit der Interpretation des Gedichtes „Vermouth“ im Vordergrund stehen. Der Interpretation liegt das Schema nach Matzat zugrunde. Dabei wird auch sehr auf den Aufsatz Hugo Friedrichs „Die Struktur der modernen Lyrik“ Bezug nehmen. In die Interpretation sind sowohl inhaltliche als auch formelle Merkmale des Gedichtes mit einbezogen, und es wird versucht, diese Elemente zu einem abgerundeten, zusammenfassenden Ergebnis zu bringen. Es ist eine der großen Schwierigkeiten im Umgang mit moderner Lyrik (oder Lyrik an sich), dass man versucht, eigene Wertmaßstäbe anzusetzen, und das Gedicht dann unter diesem Gesichtspunkt zu bewerten und zu beurteilen. Ich hoffe, dass es in dieser Arbeit gelungen ist, persönliche Wertung größtenteils von der Interpretation fernzuhalten; oder zumindest nur dort einfließen zu lassen, wo es unumgäglich und vielleicht sogar erforderlich ist. Denn gerade die Dichtung, die nicht leicht zugänglich ist, ist oft sehr subjektiv interpretierbar.
 

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