Visionäre einer europäischen Rechtsgemeinschaft: Geistesgeschichtliche Anstösse für die Gestaltung der Zukunft von Europa: Ursprung, Entstehung und Entfaltung der Europaidee, unter besonderer Berücksichtigung der Vision Winston Churchills

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GRIN Verlag, Mar 8, 2010 - Law - 41 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Jura - Europarecht, Völkerrecht, Internationales Privatrecht, Note: gut, Universität Zürich (Institut für Völkerrecht und ausländisches Verfassungsrecht), Veranstaltung: Europa: Direkte Demokratie und Föderalismus, Sprache: Deutsch, Abstract: Über die letzten 700 Jahre betrachtet sind Visionäre einer europäischen Rechtsgemeinschaft ausgesprochen zahlreich hervorgetreten. Und ebenso facettenreich sind die unterschiedlichen Konzepte jener Persönlichkeiten, die sich der Idee eines gemeinschaftlichen, friedlichen Europa verschrieben haben. Angefangen mit der Vision des Scholastikers Pierre Dubois im 14. Jahrhundert für einen dauerhaften Frieden in Europa über die grossen Philosophen der Aufklärung wie Rousseau und Kant mit ihren Vorstellungen eines ewigen Friedens und den Bemühungen um ein unionistisches oder paneuropäisches Konstrukt von Aristide Brand und Graf Coudenhove-Kalergi in den Zwischenkriegsjahren um 1930, steht am vorläufigen Ende der visionären Europaidee die Zürcher Rede von Sir Winston Churchill für das friedliche Miteinander der Staaten auf dem europäischen Festland. Die hier vorliegende historische Darstellung des europäischen Einheitsgedankens beschreibt die visionären Utopien eines friedvoll geeinten Europa bis hin zur Vorstellung einer dem Ideal der USA angenäherten Supranationalität der „Vereinigten Staaten von Europa“. Die Analyse zu den Anstössen für die Gestaltung einer europäischen Zukunft gliedert sich in drei thematische Blöcke: Ein erster Teil beschreibt die Ursprünge der europäischen Idee und ihren allgemeinen ideengeschichtlichen Verlauf anhand zentraler Visionäre aus Religion, Geisteswissenschaft und Jurisprudenz. Beginnend mit der ersten Tendenz eines gesamteuro-päischen Konzepts um ca. 500 n. Chr. wird der Verlauf der visionären Rechtsgemeinschaft epochenübergreifend bis in die Neuzeit geknüpft. Den Abschluss bildet die Idee von einem neuen, auf den Trümmern des Zweiten Weltkriegs aufbauenden gemeinschaftlichen Europagedankens, dessen Ausgang sich in der Vision Churchills wieder findet, das europäische Festland des Friedens willen zu einen. Das Hauptaugenmerk des zweiten thematischen Blocks gilt der Zürich-Rede von 1946, deren Kernaussagen in den Kontext seiner Fulton-Rede aus dem gleichen Jahr gestellt werden und Konditionalitäten wie Reaktionen auf die Anstösse zu Churchills Europaidee beleuchtet. Der dritte Themenblock befasst sich abschliessend – als Fazit – mit den Auswirkungen von Churchills Reden und beschreibt den gemeinsamen Weg bis hin zur Gründung des Europarates.
 

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