Vom klassischen Orff-Instrumentarium zur modernen Perkussion in der Musikpädagogik

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GRIN Verlag, May 27, 2004 - Music - 26 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 1, Ludwig-Maximilians-Universität München (Musikpädagogik), Veranstaltung: Instrumentalpädagogik, Sprache: Deutsch, Abstract: Perkussion ist heutzutage in der praxisorientierten Musikpädagogik nicht mehr wegzudenken. Sei es im Kindergarten, im Musikunterricht der Schule oder in der musikalischen Früherziehung – Perkussionsinstrumente und damit eine Weiterentwicklung des Orff- Instrumentariums – bilden einen festen Bestandteil für die Erziehung von Musik und Bewegung. So entwickelte sich im Laufe der Jahre vom Orff-Instrumentarium ausgehend ein breites Spektrum an Perkussionsinstrumenten, deren Ursprung aus vielen verschiedenen Musikkulturen herrührt und meist im Zusammenhang mit Liedern oder Geschichten zum Einsatz kommt. Die ersten Vorreiter dieser Entwicklung waren berühmte Pädagogen wie J. H. Pestalozzi oder E. Jaques-Dalcroze in seiner rhythmischen Gymnastik um die Jahrhundertwende. Auch Carl Orff begleitete ganz zu Anfang seine Schüler in der Güntherschule nur am Klavier – allerdings fand er sehr schnell Lösungen für ein geeignetes, die Rhythmik unterstützendes Klangbild zur Begleitung der Tänze. Es sollte eine Einheit zwischen Musik und Bewegung gebildet werden, weswegen Orff sich auch um Instrumente bemühte, die von den teilweise musikalisch unerfahrenen Tänzern ausgeübt werden konnten. Durch sein reges Interesse an fremden Musikkulturen sowie an der Musik des Mittelalters entwickelte Orff ein spezielles Instrumentarium, welches hauptsächlich aus Schlaginstrumenten besteht. In jeder Musikkultur gelten die Perkussionsinstrumente als wesentlicher Bestandteil der Musik, so dass die zentrale Funktion dieser auch in die Musikpädagogik mit einbezogen werden muß. Orff befasste sich als einer der ersten Pädagogen mit der Einbeziehung von Schlaginstrumenten in die Musikerziehung. Da ihm das Natürliche und die Lebendigkeit der Musik sehr am Herzen lag, arbeitete er mit Mitarbeitern ein Schulwerk heraus, in dem er die Musik, den Rhythmus und den Tanz zu vereinen wußte. Die Kombination aus diesen drei Elementen fasste er unter den Begriff „elementare Musikübung“ zusammen. Ein wichtiger Punkt war auch die Improvisation, um eine wirkliche Spontaneität, Phantasie und Kreativität – die eigentlichen Grundsätze der Musik – zu verwirklichen. Die folgende Ausarbeitung soll einen Überblick über die Entstehung des Orff- Instrumentariums bilden, die Ausweitung und Weiterentwicklung desselben aufzeigen, um das heutige Schlagwerk in der Musikpädagogik zu begründen.
 

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