Währungspolitische Optionen für die mittel- und osteuropäischen Beitrittskandidaten zur EU

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Mohr Siebeck, Jan 1, 2001 - Europe - 237 pages
English summary: The authors discuss the exchange rate policy options for the individual emerging market economies in Central and Eastern Europe whose aim is to become a member of the euro zone. Using different methodological approaches (game theoretic macroeconomics, applications of club theory to monetary unions etc.), they come to the conclusion that the group of countries mentioned should follow a 'snake in the tunnel' strategy. This strategy was already pursued in the 1970s by those countries which later on became founding members of the EMS I. German description: Wahrend sich hierzulande die Experten daruber streiten, wann die von vielen erwartete nachhaltige Revitalisierung des EUROs an den Devisenmarkten endlich einsetzt, setzen andere langfristig auf die Karte 'EURO'. Lander wie die Tschechische Republik, Estland, Ungarn, Polen und Slowenien gehoren zu den nahezu sicheren Kandidaten fur einen zukunftigen Beitritt zur EURO-Zone. In der 'zweiten Linie' warten Lander wie Bulgarien, Lettland, Litauen, Rumanien und die Slowakische Republik. Noch nicht ausgemacht ist allerdings, wann der Beitritt der ersten (oder gar der zweiten) Gruppe erfolgen kann und wie die genannten Lander ihren Weg bis dorthin gestalten werden. Die Herausforderung des EURO ist fur die Reformstaaten mindestens so gross, wie es das Europaisches Wahrungssystem I fur einen Teil der damaligen Schlangen-Lander war. Ein 'Blockfloaten' durch ein Band von +/- 15% gegenuber dem EURO erscheint 'weit genug'. Auch sind die Unterschiede in der Inflationsaversion der genannten Lander nicht so gross, dass nicht ein Experiment, wie die 'Schlange im Tunnel' aus den siebziger Jahren, wiederholt werden konnte.Die engen Bandbreiten untereinander uben einen starken geldpolitischen Anpassungsdruck aus, zwingen aber noch nicht zu einer Kopie der Geldpolitik der Europaischen Zentralbank. Bei hinreichender Flexibilitat der Gruppe gegenuber dem EURO waren enge, aber glaubwurdige interne Bandbreiten ein Garant gegen Wechselkursmanipulationen untereinander. Fur eine 'Schlange im Tunnel' spricht im ubrigen, dass die beteiligten Lander nicht auf Seigniorage-Einnahmen verzichten mussten. Gleichzeitig nimmt mit der Schlangen-Losung die Wahrscheinlichkeit zu, dass die genannte Landergruppe als 'Paket' zum EURO beitreten kann. Damit sinkt gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit, dass einzelne, zuruckbleibende Lander von Teilnehmern an der EURO-Zone bei einer spateren Aufnahme diskriminiert werden konnten.

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Contents

Einleitung Axel JochemFriedrich L Seil
1
Wahl eines geeigneten Wechselkursregimes Axel Jochem
8
EWU als Club Friedrich L Seil
56
Copyright

5 other sections not shown

Common terms and phrases

Abbildung Abwertung allerdings Baht Bandbreiten Bankensektors beiden Ländern Beitritt Beitrittskandidaten Club Crawling Peg creditor Currency Board depositor deutlich diskretionär Durchschnitt EG-Vertrag Emerging Markets erst Estland Euroland Europäischen Union Europäischen Währungsunion exogene Schocks Fall feste Wechselkurse financial institution Finanzmarktkrise flexible Wechselkurse folgenden gegenüber dem Euro Geldpolitik gemeinsamen gesamten Gleichung größer Haftungsbeschränkung hohe Inflation Inflationsaversion Inflationsrate inländischen insbesondere Integration Jahr Kapitalzuflüsse Kapitel könnte Konvergenzkriterien Kosten Kredite Kreditrationierung Krise kurzfristigen lending boom Managed Floating Mexiko Mitglieder Mittel Modell möglich monetären Nachfrageschocks nationalen nominalen Nontradeables notleidender Kredite optimale osteuropäischen Partisan Polen politischen Pre-Ins Preise privaten Wirtschaftssubjekte realen Wechselkurses Reformstaaten Regierung rung Sachs/Tornell/Velasco 1996a schen Seigniorage Sektor Slowenien sowie spekulativen Attacke Stabilisierung stark stellt Störeinflüsse Szenarien Tabelle Thailand Tradeables Transformationsländer Tschechien Tschechische Republik Ungarn unserem unterschiedliche US-Dollar Vaubel vergleichsweise Wäh Wahl Währung Währungskrise Währungspolitik Währungsraum Währungsreserven Wech Wechselkursbindung Wechselkurspolitik Wechselkursregime Wechselkursverbund Wechselkursziel World Bank 1998 Zentralbank Zinssatz

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About the author (2001)

Axel Jochem, Geboren 1966; Studium der Volkswirtschaftslehre in Munchen und Paris; 1994-98 wiss. Mitarbeiter an der TU-Dresden; 1998 Promotion; 1998-2000 Assistent am Lehrstuhl fur Volkswirtschaftslehre der Universitat der Bundeswehr Munchen; seit 2000 wiss. Mitarbeiter in der Abteilung Aussenwirtschaft der Deutschen Bundesbank.Friedrich L. Sell, Geboren 1954; 1974-79 Studium der Wirtschaftswissenschaften, 1979-80 Studium der politischen Wissenschaften an der Universitat Freiburg; 1979-87 wiss. Hilfskraft/Assistent am Institut fur Allgemeine Wirtschaftsforschung/Institut fur Entwicklungspolitik; 1981 Promotion; 1987-89 Forschungsgruppenleiter am Institut fur Weltwirtschaft Kiel; 1988 Habilitation; 1989-92 Lehrstuhlvertreter, dann Professor an der Universitat Giessen; 1992-97 Lehrstuhl fur Volkswirtschaftslehre, insb. Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der TU Dresden; seit 1998 Lehrstuhl fur VWL, insb. Makrookonomik und Wirtschaftspolitik an der Universitat der Bundeswehr Munchen.

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