Wahnsinn im Spiegel eines Romantikers: Ein formtheoretischer Versuch über die Rezeption des Wahnsinns in Ludwig Tiecks "Der blonde Eckbert"

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GRIN Verlag, 2011 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Humboldt-Universitat zu Berlin (Deutsche Literatur), Veranstaltung: Die Innvoationen des Ludwig Tieck, Sprache: Deutsch, Abstract: Um sich Tiecks Wissen, seiner Transformationsleistung und Darstellung des Wahnsinns in seinen Werken annahern zu konnen, ist es vorab notig sich zu fragen, wie er sich das "Wie" des Vorhandenseins des alten und des ihm gegenwartigen Wahnsinns beantwortet hat. Tieck spielte mit der Substanz des kulturellen Bewusstseins und Wissens seiner Gegenwart und reintegrierte in Folge seiner Interpretation der literarischen Vergangenheit den Wahnsinn in sein schriftstellerisches Schaffen und Werk. Er erfand das Wunderbare. Er reintegrierte den vergangenen Wahnsinn, der in Folge der kulturellen Entwicklung und eines epistemologischen Bruches im 17./18. Jahrhundert von der burgerlichen Vernunft stigmatisiert - pathologisiert und ausgegrenzt - worden war in einer neuen literarischen Form. Es gelang ihm in einer, uber seine Zeit hinaus weisenden Arbeit, die trotz allem "Kind seiner Zeit" geblieben ist, einen dreifach gegliederten Entwurf vom Wahnsinn zu entwickeln, dem er uber die romantische Literatur einen Platz in der burgerlichen Kultur schuf und sicherte.
 

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