Walther von Aquitanien: Heldengedicht in zwölf gesängen, mit erläuterungen und beiträgen zur heldensage und mythologie

Front Cover
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Selected pages

Other editions - View all

Common terms and phrases

Popular passages

Page 104 - Sie schnürten mit Kraft Die Schicksalsfäden, Daß die Burgen brachen In Bralundr. Goldene Fäden Fügten sie weit, Sie mitten festigend Unterm Mondessaal. Westlich und östlich Die Enden bargen sie, In der Mitte lag Des Königs Land. Einen Faden nordwärts, Warf Neris Schwester, Ewig zu halten Hieß sie dies Band.
Page 101 - Ich weiß, daß ich hing am windigen Baum Neun lange Nächte, Vom Speer verwundet, dem Odhin geweiht, Mir selber ich selbst, Am Ast des Baums, dem man nicht ansehn kann, Aus welcher Wurzel er sproß. Sie boten mir nicht Brot noch Meth ; Da neigt ich mich nieder Auf Runen sinnend, lernte sie seufzend : Endlich fiel ich zur Erde.
Page 103 - Danach stehe die Warnung vor eberbraten mit Hagens verlust eines auges im engsten zusammenhange, der dem lat. dichter nicht mehr bekant war, weil sich die sage bereits geändert hatte und an stelle des eberbeines ein halbschwert getreten war. Verliere aber Hagen sein äuge durch einen hieb mit dem eberbeine, so müsse er auch im träume keinen baren, sondern einen eber gesehen haben, eine conjectur, die in den text zu nehmen...
Page 99 - ... über den ermatteten Walther wacht und den Tod von ihm begert, als sie seinen Tod und ihre Schmach vor Augen sieht. Rein, jungfräulich zieht sie mit dem Bräutigam in seine Heimat ein und ein langes glückliches Leben belont sie. Fürwahr vor einem Volke, wo solche Mädchen und Männer waren, mufz man Hochachtung haben. Das sind kernige tüchtige Zeiten und Menschen, deren Anblick Wehmut in uns wach rufen möchte. Tausende unserer Mädchen könnten von dieser Königstochter Hildgund lernen,...
Page 92 - Bearbeitungen gehören auch verschiedene polnische*); besonders in die Walthersage sind ähnliche Züge aufgenommen worden. Graf Walgerzs (Walther der Starke) hält sich eine Zeitlang am Hofe des Königs von Franken auf, dessen Tochter die schöne Helgunda ist. Sie verliebt sich in ihn, beide entfliehen über den Rhein, nicht ohne daß er zuvor einen Kampf mit dem anderen Liebhaber, einem alemannischen Königssohn, zu bestehen hat. Nach einigen Jahren besiegt Walgerzs den schönen Wislaw, Herrn von...
Page 104 - Heilige Waßer rannen von Himmelsbergen, Da hatte Helgi, den großherzigen, Borghild geboren in Bralundr, 2 Nacht in der Burg wars, Nornen kamen, Die dem Edeling das Alter bestimmten. Sie gaben dem König der Kühnste zu werden, Aller Fürsten Edelster zu dünken. 3 Sie fchnürten fcharf die Schickfalsfäden , Daß die Burgen brachen in Bralundr.
Page 104 - Nah die Burgen brachen In Bralundr. Goldene Fäden Fügten sie weit, Sie mitten festigend Unterm Mondessaal. Westlich und östlich Die Enden bargen sie, In der Mitte lag Des Königs Land, Einen Faden nordwärts, Warf Neris Schwester, Ewig zu halten Hieß sie dies Band."') Nach der jüngeren Edda waren der Nornen drei: Urd, Stuld und Werdandi.
Page 108 - Munde. Meines Herzens tiefe Wunde, Die muß immer offen steh'n, bis Sie es heilet ganz vom Grunde. Meines Herzens tiefe Wunde Die muß immer offen steh'n, wird sie nicht heil von — Hildegunde.
Page 118 - Wir finden nämlich das Eberbild auf den Helmen der Krieger, und zwar gab es, wie es scheint, zwo Arten solcher Eberhelme. Bei der einen Art hatte der Stirn und Schläfe bedeckende Theil des Helmes die Gestalt eines Eberhauptes, bei der...

Bibliographic information