Walther von der Vogelweide: philologische und historische Forschungen, Part 1

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Duncker & Humblot, 1900 - German language - 320 pages
 

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Page 9 - Knent sormelhast gerade von Rittern jeder Art, auch Fürsten, gebraucht, nur um sie als tapsere und ehrenhaste Männer zu charakterisiren (Hildebrand, D. Wb. V, 1382 s.), und diesen Sinn wollte wahrscheinlich auch Thomasin damit verknüpsen. Wol aber ist mit UHland und anderen Gewicht zu legen aus eine Aeußerung Walthers selbst in seiner Elegie (125, 1 ss.) : dort stellt er sich den Rittern, den Besitzern der ß«wlnten swert, gegen» über und mahnt sie, sich von ihnen sondernd, an eine Ausgabe,...
Page 105 - Deutschlands, wenige ausgenommen, vollständig abhanden gekommen" (Winkelmann 2, S. 329). In dem Labyrinth der Parteiwandlungen jener Tage haben sich die Mächtigsten verirrt, den Wegweiser des sittlichen Gesühls verloren, Walther aber, der Abhängige und Gebundene, hat sich den Schild seiner politischen Grundsätze rein erhalten: er wechselte die Personen, denen er anhing, aber er verleugnete nicht die Sache, sür die er socht.
Page 22 - von der Vogllweide" konnte sein Geschlecht überall zu Hause sein, wo es Vogelweiden gab, und die...
Page 304 - K. Burdach gibt als Gehalt des Satzes: Innocenz „ist zu jung, um die Ränke seiner Ratgeber, der Cardinäle und der Legaten zu durchschauen und ihnen Widerstand zu leisten
Page 122 - Wirthshauses . in dem die Welt als lockende Dirne ihr Wesen treibt : Walther hat lange dort gelebt ; nun will er, da er seine Rechnung bezahlt hat, von dannen ziehen, nach Hause (100, 24).
Page 103 - Das schwanken der politischen ansicht unseres dichters ist nur scheinbar, der echte könig ist ihm der die königskrone auf dem haupte trägt (19,2,*).
Page 29 - Ge» schichte des Dichters aus den wechselnden Stimmungen seiner Lieder und aus den wenig bestimmten Andeutungen, die sie enthalten, aus gutes Glück durch die Anordnung auszubauen (Rieger 1862 in seiner Ausgabe S. VIII). Wilmanns wollte durch Erwägung der Reihen» solge der Gedichte in den Handschristen die Sicherheit dieser Combinationen vermehren.
Page 190 - Reich neu zu organisiren, die Einheit der kaiserlichen Gewalt gegen die Fürsten herzustellen, die neue Reichsversassung mit dem kaiserlichen Erbrecht durchzusetzen, Italien zu unterwersen. Und hier lag die Schwelle zur Weltherrschast: nach Spanien und Asrika, nach Byzanz, nach Armenien und Cypern, nach Syrien, Palästina, Aegypten ging von hier aus der Weg. Walther vertritt in seiner politischen Dichtung das Erbe dieser stausischen Reichstheorie eines Rainald von Dassel und Barbarossas, dieser Gedanken...
Page 190 - Erbe dieser stausischen Reichstheorie eines Rainald von Dassel und Barbarossas, dieser Gedanken und Pläne Heinrichs VI. Er war ein Knabe gewesen, da Friedrich Rothbart aus der Höhe seiner Macht stand. Er hatte Heinrichs unheimlich ersolgreiches Ringen um die Welt» suprematie schon mit der srischen Begeisterung des Iünglings erlebt. Er hatte den Triumph über Richard Löwenherz aus nächster Nähe gesehen, und die neuen Mauern Wiens, von dessen Lösegeld erbaut, erinnerten ihn täglich daran....
Page 189 - ... Provinzialbischof werden, der Bischof einer Stadt des Reichs wie jeder anderen. Barbarossas gewaltiger Sohn Heinrich VI. hatte die Ideen Rainalds von Dassel in Thaten umzusetzen unternommen. Das Königreich Sicilien will er dem Reich einverleiben. Die Ansprüche der normannischen Kronprätendenten sollen ein für alle Mal niedergeworfen und das Erbgut seiner Gattin Constanze, der Tochter Rogers II., soll gegen die von der Curie erhobene Forderung der päpstlichen Lehnshoheit zu einem festen Bestandtheil...

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