Warme Texte. Textdiskurs in Erich Kästners "Fabian"

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GRIN Verlag, 2007 - 40 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Westfalische Wilhelms-Universitat Munster, Veranstaltung: Romane der 30er Jahre, 22 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Bei der Lekture von Erich Kastners Fabian begegnen dem Leser bemerkenswert haufig Texte im Text. Fabian und Labude als ausgebildete Literaturwissenschaftler sind schon erste Indizien dafur, dass dieses Phanomen eine nicht unerhebliche Funktion in der Diegese einnimmt. Dadurch stellt sich die Frage, auf was diese Texte und insbesondere die Briefe verweisen. Die Fragestellung, die in dieser Arbeit untersucht werden soll, bezieht sich auf diesen Verweis. Es soll erortert werden, inwieweit diese Binnentexte die Konzeptionen der Neuen Sachlichkeit unterlaufen und ob sie einen Gegenpol zu der Welt bilden, in welcher Fabian sich bewegt. Wahrend der Bedeutung des Mediums Zeitung und der Werbung im Hinblick auf die Neue Sachlichkeit in der Fabianforschung etwa von Volker Klotz, Britta Jurgs oder Egon Schwarz durchaus Beachtung geschenkt wird, werden die Briefe als Binnentexte kaum auf ihre Wirkung und Funktion in diesem Roman untersucht."
 

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Page 5 - Ich kann vieles und will nichts. Wozu soll ich vorwärtskommen; Wofür und wogegen? Nehmen wir wirklich einmal an, ich sei der Träger einer Funktion. Wo ist das System, in dem ich funktionieren kann? Es ist nicht da, und nichts hat Sinn.
Page 7 - Du willst Macht haben. Du willst, träumst du, das Kleinbürgertum sammeln und führen. Du willst das Kapital kontrollieren und das Proletariat einbürgern. Und dann willst du helfen, einen Kulturstaat aufzubauen, der dem Paradies verteufelt ähnlich sieht. Und ich sage dir: Noch in deinem Paradies werden sie sich die Fresse vollhauen! Davon abgesehen, daß es nie zustande kommen wird.
Page 5 - Lethen: Verhaltenslehren der Kälte. Lebensversuche zwischen den Kriegen. Frankfurt am Main 1994.
Page 6 - Vgl. Helmut Lethen: Der Habitus der Sachlichkeit in der Weimarer Republik. In: Bernhard Weyergraf (Hg.): Literatur der Weimarer Republik 1918-1933.
Page 8 - Pulten ruhenden Handschrift ward, um endlich sich im Buchdruck zu betten, beginnt sie nun ebenso langsam sich wieder vom Boden zu heben. Bereits die Zeitung wird mehr in der Senkrechten als in der Horizontale gelesen, Film und Reklame drängen die Schrift vollends in die diktatorische Vertikale.
Page 4 - Max Horkheimer u. Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente.
Page 3 - Walter Schiffeis: Geschichte(n) erzählen. Über Geschichte, Funktionen und Formen historischen Erzählens. Kronberg/Ts. 1975, darin zum "Odfeld
Page 7 - Uwe Japp: Das deutsche Künstlerdrama. Von der Aufklärung bis zur Gegenwart. Berlin ua 2004.

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