Warum das Schreiben das Denken neu konstruiert: Walter J. Ongs Werk „Oralitšt und Literalitšt” im Blickpunkt

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GRIN Verlag, 2009 - 24 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Fachkommunikation, Sprache, Note: 1,3, Universitat Mannheim, Veranstaltung: Mediengeschichte, 18 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Vor etwa 17000 Jahren tauchten die Hohlenmalereien auf. In diesen ersten Bildern fixierten die Steinzeitmenschen Dinge, die sie bewegten: Gegenstande oder Lebewesen aus ihrer unmittelbaren Umgebung, aber auch Darstellungen des Ubernaturlichen. Der erste Gebrauch von Schrift diente daher weniger der Dokumentation oder der Erinnerung; vielmehr diente er der Verbindung zwischen eigener Realitat und anderen Welten. Zwischen den ersten auf Felswanden aufgemalten Zeichnungen bis hin zu multimedialen Texten im 21. Jahrhundert hat sich die Schrift sowohl optisch als auch hinsichtlich ihrer Bedeutung und Funktion stark gewandelt. Der Frage nachzugehen, inwiefern Schrift auch im Zeitalter der digitalen Medien eine Rolle spielt, wird Inhalt folgender Arbeit sein. In seinem beruhmten Werk "Oralitat und Literalitat. Die Technologisierung des Wortes." stellt Walter J. Ong die These auf, das Schreiben konstruiere das Denken neu. Wie keine andere Technologie habe das Schreiben unser Bewusstsein und unser Denken verandert, so Ongs Behauptung. Folgende Arbeit wird sich mit der Bedeutung der Schrift naher auseinanderset-zen und dabei versuchen zu erklaren, ob und inwieweit das Schreiben unser Denken neu konstruiert. Die Arbeit wird sich weitestgehend chronologisch an Ongs Werk orientieren, jedoch auch einige neue Aspekte einbringen. So wird im achten Kapitel der Begriff des kulturellen Gedachtnisses eingefuhrt, anhand dessen Ongs Thesen bestatigt werden sollen. Im neunten Kapitel sollen Ongs Thesen mit jenen von Eric A. havelock kontrastiert werden. Zentraler Kern der Arbeit ist die Frage, ob und inwiefern das Schreiben unser Denken beeinflusst.

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