Warum greifen Jugendliche zu Drogen?

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GRIN Verlag, Jun 6, 2011 - Education - 34 pages
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Vordiplomarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Pädagogik - Pädagogische Psychologie, Note: 1,0, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Konsum von Rauschmitteln hat eine lange Vergangenheit und lässt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Damals wurden Drogen als Heil- und Schlafmittel sowie als Rauschstoff genutzt und meist bei kultischen oder religiösen Ereignissen eingesetzt. Die wichtigsten Drogen waren die pflanzlichen Stoffe Meskalin und Psilocybin, die von dem Peyotl-Kaktus und den psychotropen Pilzen gewonnen wurden. Diese spezifischen Pflanzen mit halluzinogener Wirkung (Veränderungen der visuellen und akustischen Wahrnehmung, genannt: Halluzinogene) wurden speziell von Schamanen auf ihrer „magischen“ Reise in die Geisterwelt verwendet. Im 19./20. Jahrhundert hielten die Rauschdrogen dann Einzug in die Malerei, Literatur und Musik. Mit dem „Psychedelismus“, am Beginn der Moderne, kamen noch weitere Halluzinogene hinzu wie LSD und Cannabis, die Künstler zu einer spirituellen Reise ins Unterbewusste nutzten, um ihr Bewusstsein aufgrund von intensiven ästhetischen Wahrnehmungen zu verändern und zu erweitern. (vgl. Schmidbauer/Vom Scheidt 1989) Als Drogen bezeichnet man psychotrope Stoffe, die durch ihre chemische Zusammensetzung auf das Zentralnervensystem einwirken und somit Wahrnehmungen, Emotionen und das Verhalten verändern. (vgl. Freitag/Hurrelmann 1999) Gegenwärtig wird unterschieden unter gesellschaftlich anerkannten Drogen wie Alkohol, Nikotin und Koffein sowie illegalen Drogen, wie Halluzinogene (LSD, Pilze), Cannabis, Kokain, Opiate (Opium, Heroin usw.), Amphetamine (Speed, Ecstasy) und anderen Substanzen. Neben Alkohol und Zigaretten gehören auch illegale Substanzen zur Alltagserfahrung vieler Jugendlicher und junger Heranwachsender. Infolgedessen nimmt das Drogenproblem weite Ausmaße an, da sich Angebotspalette und Nachfrage kontinuierlich erweitern. Neueste Ergebnisse der Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aus dem Jahre 2004 zeigen auf, dass etwa jeder zweite Befragte der Jugendlichen und jungen Heranwachsenden zwischen 12 und 25 Jahren schon einmal mit Drogen experimentiert hat. (vgl. Schille/Arnold 2002) Als Konsummuster findet man am häufigsten den Probier- oder Erstkonsum. Eine der fatalsten Folgen von Rauschmittelkonsum ist die (chronische) Abhängigkeit. Auf die Frage „Warum greifen Jugendliche zu illegalen Drogen?“ möchte ich in dieser Arbeit nachgehen.
 

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3.3 Drogengebrauch Abstinenz akzeptanzorientierten Alkohol Alkoholabhängigkeit Amphetamin anfällig Angebote Anomie anomische Spannungen aufgrund beispielsweise Belohnungssystem bewältigen Cannabis Daher Dennoch depressive Verstimmungen deviant Dopamin Drogenabhängigen Drogenarbeit Drogenberatung Drogenhilfe Drogenkonsum Drogenkonsumenten Drogenmissbrauch Drogenprävention Drug-Checking DSM-IV Ecstasy emotionale endogene Opioid-System Entstehung Entwicklung Entwicklungsaufgaben Entzugserscheinungen Entzugssymptome Erfolgsziele Familie Freitag/Hurrelmann 1999 Gebrauch Gemäß Gesellschaft gesundheitliche Halluzinogene Heranwachsenden Heroin höhere Huber illegalen Drogen illegalen Substanzen Jessor Jugendliche und junge Kinder klassischen Konditionierung Kokain Kompetenzen Konflikte Konsum von Drogen Konsument Konsumgewohnheiten Kontaktläden Kontrollverlust körperliche Abhängigkeit körperliche Entzugserscheinungen Körperliche Entzugssymptome treten kulturellen Lerntheorie Maßnahmen Methylamphetamin Morphin Nebenwirkungen negative Neurobiologisch Neurotransmitter niedrigschwellige Nucleus accumbens oftmals Opiate Opioide Peer-group Personen positiv Prävention Primäre Prävention psychische Abhängigkeit psychoaktiven Substanzen Rausch Reiz riskante Safer Safer Use Schille/Arnold 2002 Schlafmohns Schmidbauer/Vom Scheidt 1989 Schule Schulische Sekundäre Prävention Somit sowie sozialen Sozialisationsinstanz Soziokulturell orientierte Erklärungsansätze Speed spezifische stärken Substanzgebrauch Sucht Suchttheorie Szenenamen Teesson/Degenhardt/Hall 2008 Theorie Trinken und/oder Verhalten Verhaltensweisen Wellhöner 1997 Wirkstoff Wirkung Ziele

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