Warum wird in der Früh- und Hochphase des Minnesangs nicht gegessen?: Eine Untersuchung der Lieder Reinmars des Alten und Heinrichs von Morungen

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GRIN Verlag, 2008 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 1,0, Albert-Ludwigs-Universitat Freiburg (Deutsches Seminar I), Veranstaltung: Reinmar und Morungen, 32 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Swenn siz parel im gebot, / daz gerueret het ir munt, / So wart in niwe freude kunt / daz er da nach sult trinken." Wenn im Parzival Gawan den Becher mit seiner Dame teilt und mit ihr speist, verbinden sich hofische Minne und hofisches Mahl. Dieses mittelalterliche Candle Light Dinner' entspricht in dieser Weise sicher nicht der hofischen Realitat, ist aber dennoch in einem zentralen Punkt vollkommen glaubhaft: Selbst zu festlichen Gelegenheiten bei Hofe teilen sich die Gaste die Trinkgefasse. In der hofischen Epik speisen Manner und Frauen in Paaren - eine ideale Gelegenheit also, um sich kennen zu lernen. Umso erstaunlicher ist es, dass, im Gegensatz zu dieser Szene aus der hofischen Epik, im Minnesang das gemeinsame Mahl nicht existiert. Im Textkorpus, der die Fruh- und Hochphasen des Minnesangs (ca. 1150-1230) umfasst, dem Des Minnesangs Fruhling" erscheint das Wortfeld um Nahrungsaufnahme (etwa ezzen," speisen," smecken," trinken," visch," vleisch," wazzer," brot," vasan," win") im Zusammenhang mit der Minnesituation gar nicht. Warum wird in der Fruh- und Hochphase des Minnesangs auf das gemeinsame Speisen und sogar auf die Nennung von Nahrungsmitteln verzichtet? Auch in der Forschung ist diese Thematik stark vernachlassigt: Wahrend das Bankett in der hofischen Epik Gegenstand zahlreicher Untersuchungen ist,5 ist das nicht existierende Mahl im Minnesang noch unerforscht. Als Untersuchungsgegenstand bieten sich die Lieder Heinrichs von Morungen und Reinmars des Alten als Reprasentanten der Hochphase des Minnesangs an. Denn hier versammeln sich die Motive des Minnesangs (zum Motiv der heimlichen Liebe siehe 2.1, zum Motiv des Kussraubs vgl. 4.2), Topoi (zum roten Mund als Teil des Sch"
 

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Heimlichkeit Abstraktheit und der Kuss
3
Abstrakte Gedankenlyrik konkretes Speisen
8
der munt
12
Detaillierte und konkrete Schilderungen von Gelagen und ihre
19
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