"Was macht "edel" im Tristan des Gottfrieds von Straßburg?"

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GRIN Verlag, 2008 - 36 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 2,0, Universitat Mannheim (Germanistische Mediavistik), Veranstaltung: Gottfried von Straburg: Tristan, 3 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Um eine umfassende Darstellung der Bedeutung des Begriffs "edel" im Tristan zu gewahrleisten, ist es zuallererst notwendig die Besonderheiten mittelalterlicher Literatur aufzuzeigen: Der hofische Dichter arbeitete im Auftrag eines wohlhabenden Herren, wodurch die Literaturproduktion wesentlich durch Abhangigkeits-und Auftragsverhaltnisse beinflusst worden ist, was man daran erkennt, dass die Thematik der Werke auch meist sehr eingeschrankt war, da sie meist nur die (Familien)Geschichte des Auftraggebers behandeln sollte. Ein weiterer Aspekt, der die Literaturproduktion entschieden beeinflusst hat, war das (Lese-)Publikum des Auftragswerkes: Es setzte sich ausschlielich aus der adligen Hofgesellschaft zusammen, deren Normen und Wunsche der Dichter ebenfalls berucksichtigen musste, um seinen Lebensunterhalt zu sichern. Auch in Gottfrieds Tristan lasst sich eine Andeutung uber einen Gonner finden, da "die Anfangsbuchstaben jedes funften Verses des "Tristan"-Prologs ...den Namen DIETERICH [ergeben]." Inwieweit dieser jedoch Einfluss auf Gottfrieds Schreiben genommen hat, ist - wie ublich bei mittelalterlicher Literatur - nur zu erahnen. Fur die folgende Untersuchung ergibt sich hieraus, dass die Autorintention noch schwieriger zu belegen ist, als vergleichsweise bei moderner Literatur, weshalb hier verschiedene Interpretationsmoglichkeiten aufgezeigt werden sollen. Eine weitere Besonderheit mittelalterlicher Literatur stellt die Unuberprufbarkeit der damaligen Verhaltnisse dar; die klerikalen Autoren mussten von der Kirche aus die Untugenden bei Hofe kritisieren, die hofischen Dichter hingegen hatten den Auftrag eine "Marchenwelt" fur das adlige Publikum zu erschaffen, in dem "der hofische Ritter
 

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