Was macht Talkshows zur Massenkultur und wie wirken sie auf die Gesellschaft?

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GRIN Verlag, 2007 - 84 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Sonstiges, Note: 1,7, Universitat Mannheim (Moderne Germanistik), Veranstaltung: HS Massenkultur, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Die Hausarbeit liefert einen historischen Uberblick der Entwicklung von Talkshows, analysiert Bausteine der taglichen Sendungen, Motive des Sehens und mogliche Auswirkungen auf die Gesellschaft 195 KB, Abstract: Das Werk liefert einen historischen Uberblick der Entwicklung von Talkshows, analysiert Bausteine der taglichen Sendungen, Motive des Sehens und mogliche Auswirkungen auf die Gesellschaft.
 

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Page 5 - Das Wort Kulturindustrie dürfte zum ersten Mal in dem Buch >Dialektik der Aufklärung< verwendet worden sein, das Horkheimer und ich 1947 in Amsterdam veröffentlichten. In unseren Entwürfen war von Massenkultur die Rede. Wir ersetzten den Ausdruck durch >Kulturindustrie<, um von vornherein die Deutung auszuschalten, die den Anwälten der Sache genehm ist: daß es sich um etwas wie spontan aus den Massen selbst aufsteigende Kultur handele, um die gegenwärtige Gestalt von Volkskunst. Von einer...
Page 5 - Unbewußtseinsstand der Millionen spekuliert, denen sie sich zuwendet, sind die Massen nicht das Primäre sondern ein Sekundäres, Einkalkuliertes; Anhängsel der Maschinerie. Der Kunde ist nicht, wie die Kulturindustrie glauben machen möchte, König, nicht ihr Subjekt, sondern ihr Objekt.
Page 21 - Nicht jeder sieht nach etwas aus. Aber die meisten wollen angenehm auffallen und streben danach. Die äußerlichste Art ist hierbei die leichteste. (...) Das Herrichten ist bald gelernt und flüchtig. Die Frau, der Bewerber zeigen sich, wie man zu sagen pflegt, von der besten Seite. Soll heißen von jener, die am flottesten verkäuflich ist. Das Ich wechselt sich in Ware um, in gangbare, auch glänzende.
Page 9 - Personalisierung. Die Darstellung ist auf das Einzelschicksal, auf die unmittelbar betroffene Einzelperson zentriert. Allgemeines tritt hinter dem lndividuellen zurück; die Person des Moderators schafft ein Klima der Vertrautheit und Verläßlichkeit. - Authentizität. Die "wahren" Geschichten der unprominenten Personen werden je nach Sendekonzept entweder erzählt oder von Schauspielern oder den Personen selbst nachgestellt.
Page 7 - Vielmehr verbergen sich hinter dem Begriff "Talkshow", der von Kritikern und Programmachern für verschiedene Programmangebote verwendet wird, ganz unterschiedliche Sendeformen, denen teilweise nur das Gesprächselement gemeinsam ist."6 Allen aktuellen Talkshows im deutschen Fernsehen gemein ist ihre Abkehr von der traditionellen Gesprächskultur.
Page 5 - Was heute volkstümliche Unterhaltung heißt, verdankt sich in Wirklichkeit einem von der Kulturindustrie künstlich erzeugten, manipulierten und infolgedessen depravierten Bedürfnis. Es hat mit Kunst wenig zu tun, am wenigsten dort, wo es solche zu sein vorgibt.
Page 10 - Einzelschicksal, die Fokussierung auf emotionale Befindlichkeiten und die Überschreitung tradierter Grenzen zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit"10 stattfindet. Darunter fallen neben den "Affekt - Talks" auch Beziehungsshows, Suchsendungen und dergleichen.
Page 30 - Zeitvertreib für Heloten, eine Zerstreuung für ungebildete, elende, abgearbeitete Kreaturen...
Page 18 - Zuschauern aufzubauen, wobei alle in der Sendung verfügbaren Mittel funktional diesem Zweck unterstellt sind."18 Demnach wären Fernseh-Shows als "Personality-Shows" zu verstehen, in denen der Moderator im Mittelpunkt steht und die Sendung um ihn herum formiert wird.

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