Was macht eine Dichtung zur Dichtung?: Die aristotelische Tragödientheorie anhand der Poetik

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GRIN Verlag, 2011 - 36 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,3, Otto-Friedrich-Universitat Bamberg (Lehrstuhl fur Neuere Deutsche Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Tragik und Tragodie, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Poetik des Aristoteles wird als erste selbststandige Schrift gehandelt, "die sich bemuht [hat], zunachst einmal die Sache selbst, die vorhandene Dichtung, zu beschreiben und auf Begriffe zu bringen" . Die Entstehungszeit der Poetik war lange Zeit nicht eindeutig festlegbar, und auch Aristoteles selbst gibt innerhalb seines Werkes keine einwandfreien Hinweise auf dessen Datierung. Nachdem Forscher Aristoteles' Lebenslauf und die Geschichte des griechischen Theaters zu Rate gezogen hatten, wurde die Entstehung der Poetik auf ca. 335 v. Chr. festgelegt. Da die Poetik eines der bedeutendsten, wenn nicht sogar das bedeutendste Werk im Umgang mit dramatischen Texten darstellt, habe ich sie zum Thema der vorliegenden Arbeit gemacht. Dabei beschranke ich mich jedoch auf den Teil uber die Tragodie, welcher sich uber die Kapitel sechs bis 22 erstreckt, und werde die wichtigsten Bereiche und Aussagen der aristotelischen Tragodientheorie darlegen. Das zwolfte Kapitel der Poetik fallt etwas aus dem inhaltlichen Rahmen, da es die formalen Elemente der Tragodie vorstellt. Jedoch fasst sich Aristoteles hier sehr kurz und es sieht fast so aus, als ob er "sich hier einer zwar notwendigen, aber doch wenig angenehmen Pflichtubung so schnell wie moglich zu entziehen sucht" (Soffing, S. 81). Ich spare dieses Kapitel, und somit die auere Form einer Tragodie, in der folgenden Untersuchung aus, da auch mein Hauptaugenmerk auf dem Inneren der Tragodie liegt. Eine oft zitierte Passage aus der Poetik besagt, dass eine Tragodie eine "Nachahmung einer guten und in sich geschlossenen Handlung von bestimmter Groe, in anziehend geformter Sprache [ist], wobei diese formenden Mittel in den einzelnen Abschnitten je verschieden angewandt werden
 

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