"Weiber weiblich"? Frauenleben im Bismarck-Reich und Frauenrollen in ausgewählten Werken Fontanes

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GRIN Verlag, 2012 - 56 pages
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Bachelorarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,1, Georg-August-Universitat Gottingen (Deutsche Philologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Flaubert, Tolstoi, Ibsen - grosse Namen pragen die Erzahlliteratur des 19. Jahrhunderts. Eines haben die bedeutendsten Werke dieser drei Schriftsteller gemeinsam: Die Helden ihrer Werke sind Frauen. Sie alle geraten in einen Konflikt mit der Gesellschaft, indem sie versuchen, sich aus einem ausserst beschrankten Lebenskreis und der patriarchalischen Vorherrschaft der Manner zu befreien. Sie alle leiden unter machthungrigen, emotionslosen Ehepartnern und begeben sich auf die Suche nach ihrem individuellen Gluck. Nur Nora uberlebt ihre ungluckliche Ehe, befreit sich und ist in der Lage, die geltenden Moralvorstellungen und Konventionen in Frage zu stellen: Ich muss mich davon uberzeugen, wer recht hat, die Gesellschaft oder ich.'" Auch Fontane schliesst sich dieser Thematik an. Das bekannteste Beispiel ist Effi Briest: Durch eine Affare versucht sie, aus ihrer unglucklichen Ehe mit dem deutlich alteren Geert von Innstetten auszubrechen. Als dieser davon erfahrt, wird sie von Familie und Gesellschaft verstossen und stirbt. Ein ahnliches Schicksal widerfahrt auch Melanie van der Straaten, die sich die gleiche Frage wie Nora Helmer stellt und es schafft, sich uber die gesellschaftlichen Grenzen hinwegzusetzen. Cecile, eine wunderschone junge Frau, hat keinen Ehebruch begangen, sondern war in der Vergangenheit die Matresse eines Fursten. Wie Effi stirbt auch sie, da sie aufgrund der fragwurdigen Moralvorstellungen nicht in der Lage ist, ihre Geschichte hinter sich zu lassen. Lene und Stine, zwei Arbeiterinnen, mussen ebenfalls ihre Erfahrungen mit Konventionen und Gesellschaft machen: Zugunsten dieser geben sie ihre Liebe auf. Wahrend sich Lene im gleichen Stand verheiratet, stirbt Stine ebenso wie viele ihrer Vorgangerinnen und Nachfolgerinnen. Die funf Frauen und zwei weitere Figuren a
 

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