Weimarisches Jahrbuch für deutsche Sprache, Litteratur und Kunst, Band 2

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August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
C. Rümpler, 1855
 

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite 277 - Am besten aber läge doch dieser Band auf dem Klavier des Liebhabers oder Meisters der Tonkunst, um den darin enthaltenen Liedern entweder mit bekannten hergebrachten Melodien ganz ihr Recht widerfahren zu lassen, oder ihnen schickliche Weisen anzuschmiegen, oder wenn Gott wollte, neue bedeutende Melodien durch sie hervorzulocken.
Seite 277 - Von Rechts wegen sollte dieses Büchlein in jedem Hause, wo frische Menschen wohnen, am Fenster, unterm Spiegel, oder wo ' sonst Gesang- und Kochbücher zu liegen pflegen, zu finden sein, um aufgeschlagen zu werden in jedem Augenblick der Stimmung oder Unstimmung, wo man denn immer etwas Gleichtönendes oder Anregendes fände, wenn man auch allenfalls das Blatt ein paarmal umschlagen müßte.
Seite 278 - Weil nun aber in der neueren Zeit, besonders in Deutschland, nichts zu existieren und zu wirken scheint, wenn nicht darüber geschrieben und wieder geschrieben und geurteilt und gestritten wird...
Seite 279 - Wer weiß nicht, was ein Lied auszustehen hat, wenn es durch den Mund des Volkes, und nicht etwa nur des ungebildeten, eine Weile durchgeht ! Warum soll der, der es in letzter Instanz aufzeichnet, mit...
Seite 277 - Würden dann diese Lieder nach und nach in ihrem eigenen Ton- und Klangelemente von Ohr zu Ohr, von Mund zu Mund getragen, kehrten sie allmählich belebt und verherrlicht zum Volke zurück, von dem sie zum...
Seite 236 - An einen ordentlichen und echt poetischen Haushalt war demnach unter diesen Umständen gar nicht zu denken. Wenn die Sperlinge auf dem Dach, sagte Schiller, je auf den Einfall kommen sollten zu schreiben oder einen Almanach für Liebe und Freundschaft herauszugeben, so läßt sich zehn gegen eins wetten, er würde ungefähr ebenso beschaffen sein.
Seite 278 - Haben wir gleich zu Anfang die Kompetenz der Kritik, selbst im höheren Sinn, auf diese Arbeit gewissermaßen bezweifelt, so finden wir noch mehr Ursache, eine sondernde Untersuchung, inwiefern das alles, was uns hier gebracht ist, völlig echt oder mehr und weniger restauriert sei, von diesen Blättern abzulehnen.
Seite 477 - In wie ferne er es durch mich geworden wäre, will ich nun nicht untersuchen, allein das thut mir leyd, daß mich der Verdruß über ihn, gehindert, das zu thun, was mir mein Herz längst vor dem unseeligen Frf. Institut, eingegeben hatte. Es ist nun Gottlob alles glüklich mit diesem Jahre zu Ende, u. weder Herder, noch ich, oder meine ändern Freunde die unbekannt seyn wollen, werden den geringsten Antheil mehr an dieser Rauferey haben. Ich nehme mir die Freyheit hier einige Kleinigkeiten beyzulegen,...

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