Wem helfen die Fernsehärzte? Auswirkungen des Fernsehkonsums auf stationäre Patienten im Krankenhaus: Am speziellen Beispiel der Rezeption von Arzt- und Krankenhausserien

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GRIN Verlag, Jan 12, 2009 - Health & Fitness - 167 pages
Doktorarbeit / Dissertation aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Gesundheitswissenschaften, Note: magna cum laude, UMIT Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik, 91 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die ständig zunehmende Zahl der Arzt- und Krankenhausserien und auch der zunehmende Fernsehkonsum werden einen Einfluss auf die Erwartungen an die Behandlung im Krankenhaus haben. Vermutet wird eine Verwischung der Grenzen zwischen Krankenhauswirklichkeit und medialer Realität.Anhand eines standardisierten Fragebogens wurden 162 Patienten, die wegen einer elektiven Standardoperation in stationärer Behandlung waren, vor der stationären Aufnahme und kurz vor ihrer Entlassung interviewt. Gefragt wurde nach der sozialen Situation und den Fernsehgewohnheiten unter spezieller Berücksichtigung des Konsums von Arzt- und Krankenhausserien und verschiedenen Aspekten der Zufriedenheit der Patienten.Die aus der Kultivationsforschung bekannten Zusammenhänge zwischen Bildung, Alter, Geschlecht und Fernsehgewohnheiten konnten bestätigt werden. Signifikant zeigte sich, dass die Unzufriedenheit mit der Visite bei hohem Fernsehkonsum und Kenntnis und Konsum vieler Arztserien steigt. Gleichzeitig ist ein hoher Fernsehkonsum signifikant mit einer hohen Zufriedenheit mit dem Klinikessen verbunden. Ein weiteres Ergebnis ist, dass Vielseher von Arzt und Krankenhausserien die medizinischen Inhalte dieser Serien auch für realistischer halten. Arzt- und Krankenhausserien kultivieren bei Vielsehern das für diese Serien typische Rollenverhalten. Gerade bei der Visite im Krankenhaus zeigt sich die typische Schnittstelle von Fiktion und Realität. Hier kann gezeigt werden, dass die Kultivierung in derart spezifischen und konkreten Zufriedenheitsaspekten in großer Ausprägung existiert. Die hohe Zufriedenheit mit dem Essen bei Vielsehern weist auf eine gewisse medieninduzierte Indifferenz hin. Die vermuteten Kultivationseffekte bei Krankenhauspatienten durch den Konsum von Fernsehserien konnten mit Signifikanz nachgewiesen werden. Um eine hohe Zufriedenheit aller Patienten zu erzielen, muss sich die Realität des Klinikalltags auch an den positiven Aspekten der Darstellung des Klinkalltags im Fernsehen orientieren.
 

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162 Patienten Abbildung Adjusted R² Allensbacher Alltag Alter Angst Angstniveau Anz__Reg__Ser Anz_Bek_Ser Anzahl der bekannten Arzt befragten Patienten Behandlung bekannten Arztserien Beta dargestellt Darstellung Dependent Variable deutschen Diskriminanzanalyse Donsbach durchschnittlich Emergency Room Essen Fälle Stefanie Familienserie Fernsehen Fernsehgewohnheiten Fernsehkonsum Fernsehserien Fernsehzeit Genres Gerbner gesamte Stichprobe Gesamtzufriedenheit Grey's Anatomy Gruppe gruppiert Helios Kliniken hohen Fernsehkonsum höherem Bildungsabschluss Intercept Jahren Klinik Kompetenz konnten Konsum von Arztserien konsumierter Arztserien Krankenhaus Krankenhausserien Kultivationshypothese Kultivierung Kultivierungseffekte Leistenbruch Logistic Regression Report mediale Medien Medienwirkungsforschung medizinischer Inhalte Mikos Mittelwert Vertrauen Mittelwerte Meßvariable Model Multinomial Logistic Regression Nennungen Odds Ratio Operation p-level Personen präoperativen R-Squared Realität Realitätsfaktor der Serien Realitätsgehalt regelmäßig konsumierten Regression Report Response Regression Summary Rezipienten Roßmann Rows schauen Schwarzwaldklinik Schwesterngespräche Sendungen signifikant stationären statistisch statistische Signifikanz Std.Err Std.Error of estimate Std.Fehler Std.Abw Stefan Frank Studie subjektiver Realitätsfaktor Tvstunden/Woche unrealistisch unserer Unterschiede untersuchten Vertrauensbereich viele Vielseher Visite Wenigseher zeigt Zufriedenheit der Patienten Zusammenhang Zuschauer

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