bd. 1. t.] Erläuterungen über die natur und bedeutung meiner psychologischen grundhypothesen... [2. t.] Die philosophie in ihrem verhältnisse zur erfahrung, zur spekulation und zum leben. [3. t.] Lehrbuch der psy-chlogie

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L. Oehmigke, 1836 - Philosophy, German
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Page xvi - Unternehmungen gilt, daß nur das Interesse mehrerer, auf einen Punkt gerichtet, etwas Vorzügliches hervorzubringen imstande sei. Hier wird es offenbar, daß der Neid, welcher andere so gern von der Ehre einer Entdeckung ausschließen möchte, daß die unmäßige Begierde, etwas Entdecktes nur nach seiner Art zu behandeln und auszuarbeiten, dem Forscher selbst das größte Hindernis sei.
Page 104 - Gott bewahre uns nur vor unsern Freunden; vor unsern Feinden wollen wir uns wol selbst in Acht nehmen!" Es gibt nämlich gutmüthige, gegen uns wohlgesinnte, aber dabei in der Wahl der Mittel, unsere Absichten zu begünstigen, sich verkehrt benehmende (tölpische), aber auch bisweilen betrügerische, hinterlistige, auf unser Verderben sinnende und dabei doch die Sprache des Wohlwollens führende (aliml liil^uil promtiuu, aliull pnetor« iue1u8um ßerer«) sogenannte Freunde, vor denen und ihren ausgelegten...
Page 103 - Denn reine Wissenschaftslehre ist nichts mehr oder weniger als bloße Logik, welche mit ihren Principien sich nicht zum Materialen des Erkenntnisses versteigt, sondern vom Inhalte derselben als reine Logik abstrahirt, aus welcher ein reales Object herauszuklauben vergebliche und daher auch nie versuchte Arbeit ist, sondern wo, wenn es die Transcendental-Philosophie gilt, allererst zur Metaphysik übergeschritten werden muß.
Page 61 - Alle unser Denken ist aus und durch Empfindung entstanden, trägt auch trotz aller Destillation* davon noch reiche Spuren. Die sogenannten reinen Begriffe sind meistens reine Ziffern und Zeros von der mathematischen Tafel und haben, platt und plump auf Naturdinge unsrer so zusammengesetzten Menschheit angewandt, auch Ziffernwert.
Page 104 - Erklärung ,er werde doch das Scholastische nicht aus den Augen setzen,' höflich abgewiesen wurde. Also ist die Frage: ob ich den Geist der Fichteschen Philosophie für...
Page 104 - Darstellungsgabe zu cultiviren rieth, wie sie sich in der Kritik der reinen Vernunft mit Nutzen anwenden lässt, aber von ihm mit der Erklärung, „,, er werde doch das Scholastische nicht aus den Augen setzen,"
Page 105 - Absolute, so geht ihm das Relative verloren; geräth er an die Natur, so geht ihm das Absolute ganz eigentlich in die Pilze, die auf dem Dünger seiner Phantasie wachsen. Dabei hat er ein beispielloses Unglück mit der Form, wie ihm zum Theil recht gut von Koppen gezeigt worden. Diesem Mann, und allen, die sich von ihm imponiren lassen, geschieht aber viel zu viel Ehre, wenn man ihrer nur erwähnt.
Page 116 - Durchaus aber bleibt ein Hauptkennzeichen, woran das Wahre vom Blendwerk am sichersten zu unterscheiden ist: jenes wirkt immer fruchtbar und begünstigt den, der es besitzt und hegt, dahingegen das Falsche an und für sich tot und fruchtlos daliegt, ja sogar wie eine Nekrose anzusehen ist, wo der absterbende Teil den lebendigen hindert, die Heilung zu vollbringen.
Page 20 - Die Psychologie ist eine Naturwissenschaft, welche sich, wie alle übrigen Naturwissenschaften, lediglich auf sorgsame Beobachtungen stützt, und aus diesen ihre allgemeinen Gesetze, so wie die von ihr zur Erklärung zum Grunde gelegten Kräfte, vermöge vorsichtiger Induktionen ableitet"".
Page 107 - Es ist doch nicht eine Spur von stiller Größe, von Erhabenheit in seinen Reden und Thaten, aus Allem spricht „der Himmelstürmende Titanengeist der Zeit, der sich von den Nephilims und Faustrechthabern nur darin unterscheidet, daß er die geistige Stärke an die Stelle der körperlichen setzt.

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