Zu: Georg Büchners "Dantons Tod" - Parallelen zwischen Georg Büchner und seiner Dramenfigur Georges Jacques Danton

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GRIN Verlag, 2007 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Westfalische Wilhelms-Universitat Munster (Germanistisches Institut - Abteilung Neuere deutsche Literatur), Veranstaltung: Proseminar: Das Geschichtsdrama II, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Gegenstand dieser Seminararbeit soll Georg Buchners Geschichtsdrama Dantons Tod" sein. Es soll dabei die Frage beantwortet werden, inwiefern Parallelen zwischen Buchner und seinem Protagonisten Georges Danton nachweisen sind. Um in die Materie vollends einsteigen zu konnen, soll zuvor jedoch die politische Situation Europas, Deutschlands und vor allem Hessens beleuchtet werden, damit deutlich wird, in welchen politischen und sozialen Umstanden Georg Buchner aufwuchs. Anschliessend wird Buchners eigene politische Einstellung, als Folge der politischen und sozialen Einflusse, untersucht, bevor abschliessend geklart werden soll, ob Buchner und Danton identisch sind. Dabei soll erstens klar werden, dass sich der Danton des Dramas von dem historischen Danton unterscheidet, und dass Buchner durch das Drama und durch seine Hauptfigur Danton die politische Situation und das burgerlich-idealistische Denken anprangert. Zudem lasst Buchner durch Danton deutlich werden, dass er selbst seine idealistische Sichtweise der Schulzeit abgestreift hat und wahrend seines Lebensprozesses die Erfahrung macht, dass der Mensch nur ein Werkzeug der Geschichte ist und den Lauf der Historie nicht verandern kann, da das Schicksal vorherbestimmt ist. Uber dieser Erkenntnis verzweifelt Buchner und lasst von allen revolutionaren Gedanken und Taten ab. Zudem spitzt sich die Lage nach Veroffentlichung des Hessischen Landboten" zu und Buchner flieht zuerst nach Strassburg und spater nach Zurich. Sein geliebtes Vaterland und das Elternhaus sieht er nie wieder. Danton verzweifelt ebenso uber die Tatsache nichts verandern zu konnen und das sein Kampf sinnlos ist, doch er flieht nicht"
 

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Page 15 - Der Dichter ist kein Lehrer der Moral, er erfindet und schafft Gestalten, er macht vergangene Zeiten wieder aufleben, und die Leute mögen dann daraus lernen, so gut wie aus dem Studium der Geschichte und der Beobachtung dessen, was im menschlichen Leben um sie herum vorgeht.
Page 17 - Sie haben uns gesagt : Schlagt die Aristokraten tot, das sind Wölfe. Wir haben die Aristokraten an die Laterne gehängt. Sie haben gesagt : Das Veto frißt euer Brot; wir haben das Veto totgeschlagen. Sie haben gesagt: Die Girondisten hungern euch aus; wir haben die Girondisten guillotiniert. Aber sie haben die Toten ausgezogen, und wir laufen wie zuvor auf nackten Beinen und frieren.
Page 17 - Ich habe mich überzeugt, die gebildete und wohlhabende Minorität, so viel Konzessionen sie auch von der Gewalt für sich begehrt, wird nie ihr spitzes Verhältnis zur großen Klasse aufgeben wollen.
Page 16 - Was noch die sogenannten Idealdichter anbetrifft, so finde ich, daß sie fast nichts als Marionetten mit himmelblauen Nasen und affektiertem Pathos, aber nicht Menschen von Fleisch und Blut gegeben haben, deren Leid und Freude mich mitempfinden macht und deren Tun und Handeln mir Abscheu oder Bewunderung einflößt. Mit einem Wort, ich halte viel auf Goethe oder Shakespeare, aber sehr wenig auf Schiller.
Page 11 - Meine geistigen Kräfte sind gänzlich zerrüttet. Arbeiten ist mir unmöglich; ein dumpfes Brüten hat sich meiner bemeistert, in dem mir kaum ein Gedanke noch hell wird. Alles verzehrt sich in mir selbst; hätte ich einen Weg für mein Inneres — , aber ich habe keinen Schrei für den Schmerz, kein Jauchzen für die Freude, keine Harmonie für die Seligkeit. Dies Stummsein ist meine Verdammnis.

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