Zeitschrift für deutsche Philologie, Volume 23

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Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses, 1891 - German philology
 

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Page 77 - Am Ende bin ich nun des Trauerspieles, Das ich zuletzt mit Bangigkeit vollführt, Nicht mehr vom Drange menschlichen Gewühles, Nicht von der Macht der Dunkelheit gerührt. Wer schildert gern den Wirrwarr des Gefühles, Wenn ihn der Weg zur Klarheit aufgeführt? Und so geschlossen sei der Barbareien Beschränkter Kreis mit seinen Zaubereien. Und hinterwärts mit allen guten Schatten Sei auch hinfort der böse Geist gebannt, Mit dem so gern sich Jugendträume gatten, Den ich so früh als Freund und...
Page 382 - Bürgerstandes in einem so engen geistigen Zusammenhange steht, meistens nur beiläufig einige Beachtung gefunden. Die Gesellschaft wünscht daher eine kritische Übersicht über die allmähliche Einführung der deutschen Sprache in öffentlichen und privaten Urkunden bis um die Mitte des 14. Jahrhunderts. Auf Stadtrechte, Weistümer oder das weite Feld der verschiedenen Akten mag gelegentlich hingewiesen werden, aber den festen Faden der Untersuchung soll doch die eigentliche Urkunde abgeben. Das...
Page 72 - Glücklicherweise konnte ich diese acht Tage die Situationen festhalten, von denen Sie -wissen, und meine Helena ist wirklich aufgetreten. Nun zieht mich aber das Schöne in der Lage meiner Heldin so sehr an, daß es mich betrübt, wenn ich es zunächst in eine Fratze verwandeln soll. Wirklich fühle ich nicht geringe Lust, eine ernsthafte Tragödie auf das Angefangene zu gründen; allein ich werde mich hüten, die Obliegenheiten zu vermehren, deren kümmerliche Erfüllung...
Page 72 - Nun zieht mich aber das Schöne in der Lage meiner Heldin so sehr an, daß es mich betrübt, wenn ich es zunächst in eine Fratze verwandeln soll. Wirklich fühle ich nicht geringe Lust eine ernsthafte Tragödie auf das Angefangene zu gründen ; allein ich werde mich hüten die Obliegenheiten zu vermehren, deren kümmerliche Erfüllung ohnehin schon die Freude des Lebens wegzehrt.
Page 77 - Denn immer halt ich mich an Eurer Seite, Ihr Freunde, die das Leben mir gesellt; Ihr fühlt mit mir was Einigkeit bedeute, Sie schafft aus kleinen Kreisen Welt in Welt. Wir fragen nicht in eigensinn'gem Streite, Was dieser schilt, was jenem nur gefällt, Wir ehren froh mit immer gleichem Mute Das Altertum und jedes neue Gute.
Page 320 - Erwarb ich mir der Menschen schöne Gunst; Doch ach! ein Gott versagte mir die Kunst, Die arme Kunst, mich künstlich zu betragen. Nun sitz ich hier, zugleich erhoben und gedrückt, Unschuldig und gestraft, und schuldig und beglückt.
Page 352 - Akademie der Wissenschaften. Fol. VIII u. 156 S. 1889. Preis kart. M 25. — . Inhalt: I. Die Speerspitze von Kowel. II. Die Speerspitze von Müncheberg.
Page 63 - Meynung im 27ten St. der Dramaturgie, als ob der Musikus in einem einzelnen Stück nicht aus einer Leidenschaft in die entgegengesetzte, nicht aus dem Ruhigen z. E. in das Stürmische, aus dem Zärtlichen in das Grausame übergehn könne, ziemlich deutlich widerlegt.
Page 58 - Clavierstücke, die also gar nicht für die Singstimme gemacht waren, eine Art von Text gesetzt, und Klopstock und Jedermann sagt mir, daß dieß die ausdrucksvollsten Singsachen wären, die man hören könnte. Unter die Phantasie z. E. in der sechsten Sonate, die er zur Application seines Versuchs etc. componirt hat, lege ich Hamlets Monolog, wie der über Leben und Tod phantasirt, alles in kurzen Sätzen, das Largo ausgenommen, das eine Art von Mittelzustand seiner erschütterten Seele ausmacht....
Page 491 - Ich will dir feiste Nrandopfer thun von gebrannten Widdern; ich will opfern Rinder mit Böcken, Sela. (16) Kommt her, höret zu alle, die ihr Gott fürchtet; ich will erzählen, was er an meiner Seele gethan hat.

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