Zahlbegriffsentwicklung und Anforderungen an den Zehnerübergang im Teilschrittverfahren: Lerngegenstand des mathematischen Anfangsunterrichts

Front Cover
GRIN Verlag, May 7, 2010 - Education - 115 pages
0 Reviews
Examensarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Pädagogik - Pädagogische Psychologie, Note: 1,0, Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Sonderpädagogik I), Sprache: Deutsch, Abstract: „Nach der Vorstellung der OECD werden mit PISA Basiskompetenzen erfasst, die in modernen Gesellschaften für eine befriedigende Lebensführung in persönlicher und wirtschaftlicher Hinsicht sowie für eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben notwendig sind“ (BAUMERT et al. 2001, 16). Eine dieser Basiskompetenzen, die in den PISA-Studien erhoben wurden, stellt nach dieser Sicht die mathematische Grundbildung dar. Egal ist dabei, wie man zu diesem kompetenzorientierten Bildungsverständnis steht. Festzuhalten bleibt, dass Rechnen können einen zentralen Bildungsgegenstand darstellt. Rechnen stellt aber eine hochkomplexe Leistung dar und viele können sich an Schwierigkeiten im Mathematikunterricht in der eigenen Schulzeit noch gut erinnern. Probleme in Mathematik scheinen trotz der dargestellten negativen Auswirkungen ein Stück weit gesellschaftsfähig zu sein. Darin scheint auch ein möglicher Grund für den bisher unbefriedigenden Forschungsstand im Bereich des denkenden Umgangs mit Zahlen zu liegen. Rechnen muss also erlernt werden und ein Großteil dieser Aufgabe fällt der Schule zu. Auch wenn festzustehen scheint, dass das Kind nicht als mathematisch unbeschriebenes Blatt eingeschult wird, so werden doch vor allem in den Eingangsklassen die Grundsteine gelegt, von denen der Erfolg in der weiteren Schullaufbahn abhängt. Kenntnislücken und missverstandene Begriffe in den ersten beiden Schuljahren haben demnach meist massive Schwierigkeiten in Mathematik zur Folge. Der Erwerb dieser Grundsteine ist dabei mit vielfältigen Anforderungen an das Kind verbunden. Gerade für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen können diese Anforderungen immense Hindernisse darstellen. Ziel dieser Arbeit soll es nun sein, diese Anforderungen am Beispiel des Zehnerübergangs im Teilschrittverfahren im Bereich des Zahlenraums bis 20 darzustellen. Dazu werden zunächst entwicklungspsychologische und neurowissenschaftliche Theorien aufgezeigt, wie das Kind zu einem Zahlbegriff kommt, der arithmetische Operationen erlaubt. Anschließend soll das Phänomen der Rechenschwäche etwas näher beleuchtet, mögliche Ursachen aufgezeigt und schließlich die Operation des Zehnerübergangs hinsichtlich seiner basalen und kulturell-mathematischen Anforderungen untersucht werden.
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Contents

I
II
2
III
4
IV
14
V
23
VI
35
VII
44
VIII
57
IX
65
XII
92

Other editions - View all

Common terms and phrases

Abbildung Addition AEBLI Akalkulie aktualisierte Aufl Anforderungen Anzahl arithmetische arithmetische Operationen Aspekt Assoziativgesetz ASTER Auditive Auditive Wahrnehmung Aufgabe automatisiert Beispielaufgabe beispielsweise Beltz Beltz Pädagogik Bereich bereits dargestellt DEHAENE demnach Denken entnommen entwickelt Entwicklung ersten Erwerb mathematischer Fähigkeiten Fähigkeiten und Fertigkeiten Faktoren FRITZ GAIDOSCHIK 2009 Größe Handbuch Rechenschwäche Hilfen bei Dyskalkulie Intelligenzminderung intuitiven mathematischen Invarianz Jahre Kardinalzahl kindlichen Klassifikation kognitiven kognitiven Architektur konkreten Mengen konnten KRAJEWSKI 2003 KRAUTHAUSEN Kutzerzug LANDERL Lernbehindertenpädagogik Lernbehinderung Lernen Lernwege LORENZ Mathematikdidaktik Mathematikunterricht Mathematische Stufentheorie mental Modell modifiziert Modul möglich MOSER OPITZ 2008 muss Neurowissenschaft nicht-zählende ordinale PADBERG Phase PIAGET Problematik Probleme RADATZ Rechenleistung rechenschwache Kinder Rechenstörungen Reversibilität Ricken Sachsituationen Schmidt Hg Schüler Schwierigkeiten und Hilfen Serialität Seriation soll Sonderpädagogik sonderpädagogischem Förderbedarf Stellenwertsystem stellt Störungen Strategien Stufe Stufentheorie Tabelle Teilschrittverfahren Transkodieren ULLMANN Unterricht unterschieden Untersuchungen VERNOOIJ verschiedene Verständnis viele visuell Visuelle Wahrnehmung Vorwissen Weinheim WEIßHAUPT Zahlaspekt Zahlbegriff Zahlbegriffsentwicklung zählenden Rechnens zahlenverarbeitenden Zählstrategien Zahlwörter Zehner Zehnerübergang zwei

Bibliographic information