Zauberwort QM – bleibt alles anders!?: Die Neuregelungen der §§ 93 ff BSHG zum 1.1.1999 – Auswirkungen auf die Basisgruppe X in der Komplexeinrichtung Y der Behindertenhilfe

Front Cover
GRIN Verlag, Jun 9, 2011 - Education - 140 pages
0 Reviews
Diplomarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Sozialpädagogik / Sozialarbeit, Note: 2,0, Fachhochschule Bielefeld (Fachbereich 4 - Sozialwesen), Sprache: Deutsch, Abstract: Sagen Sie: „Im Interesse des Wohlbefindens des Klienten spreche ich meinen Kollegen auf sein Verhalten an.“ – Oder: „Im Interesse des Wohlbefindens des Klienten spreche ich meinen Kollegen auf dessen Verhalten an.“? Bleibt alles? Ziel und Aufgabe der Eingliederungshilfe bleiben auch bei weiteren Veränderungen bestehen! - Bleibt alles anders? Methoden und Steuerungsprozesse müssen sich verändern, um weiterhin dem Ziel und der Aufgabe gerecht zu werden! Ich will Mut machen QM (Qualitätsmanagement) als Methode der reflektierten Zuneigung zu den Menschen zu begreifen. Um”denken: ... Wir haben verstanden! So etwa lautet der Werbespruch einer deutschen Automarke. Dieses Leitbild würde auch Einrichtungen der Behindertenhilfe gut zu Gesicht stehen. Das Zitat am Anfang weist auf das Umdenken hin, verweist damit auf die veränderte Bedarfslage von Menschen mit sogenannten Behinderungen. Im offenen Markt für soziale Dienstleistungen sind Veränderungen notwendig, um dem veränderten Bedarf zu entsprechen. Dabei handelt es sich weniger um einen Wertewandel, weil die Werte und Ideen der Eingliederungshilfe bestehen bleiben, sondern um einen Rollenwechsel oder Bildwechsel: Nicht mehr das Geld folgt der Leistung nach dem Subsidiaritätsprinzip, sondern das Geld folgt der Leistung nach Bedingungen der in den §§ 93 ff. BSHG benannten prospektiven Refinanzierung. Das bisherige Denken sagte: erst muss ich den Bedarf bestimmen, dann kann ich nach dem Preis fragen. Die einfache Umkehrung (erst den Preis bestimmen, dann nach dem Bedarf fragen) hilft nicht bei dem Umdenken und würde die Sozialarbeit zum Abhängigen der Ökonomie machen. Heute ist gefordert, erst die Erwartungen der Kunden zu erfragen, ein leistungsfähiges Angebot zu machen und dann den Preis zu bestimmen. Ohne mit der ökonomischen Komponente argumentieren zu können, wird es nicht mehr möglich sein, Leistungsvereinbarungen mit den Geldgebern abzuschließen. In der Entwicklung des Helferbildes wird die Zielrichtung der Veränderungen zur weiteren ambulanten Betreuung benannt. Mit diesem Leitbild ist die Auswahl eines Qualitätsmanagementkonzeptes möglich, welches nachhaltig Orientierung für Kunden und Mitarbeiter bietet und dadurch einen wertschöpfenden Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung gestaltbar macht. Am Beispiel einer Basisgruppe der Behindertenhilfe werden Elemente des Qualitätskonzeptes diskutiert und Ausblicke auf kurz- und mittelfristig umzusetzende Aufgaben vermittelt.
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Contents

I
8
II
39
III
65
IV
94

Other editions - View all

Common terms and phrases

80er Jahren 93 BSHG Abbildung ambulanten Angebot angemessenen Ansatz Arbeit Aufgabe Basisgruppe Bedarf Begriff behinderte Menschen Behindertenhilfe Bereich Betreuung Betreuungsplanung Betriebswirtschaft bewertet Bewertung BSHG Bundessozialhilfegesetz Controlling Dokumentation Eberhard-Karls-Universität Tübingen EFQM-Modell Eingliederung Eingliederungshilfe Empowerment entsprechend Entwicklung Ergebnisqualität erreicht Erstellung fachliche Festlegung geistigen Behinderungen gesellschaftlichen Gesetzgeber gesetzlichen Gestaltung gung Heimerziehung Heimgesetz Hilfe Hilfe zur Pflege Hilfebedarf Hilfebedarfsgruppen Hilfeempfänger Hilfeplanung Idee individuellen Inhalt Instrument Integration Kapitel I. A. Komplexeinrichtung Konzepte Kooperation Kosten Kostenträger Kunden Landesrahmenverträge Leben Lebenshilfe Leistungserbringung Leistungsgeber Leistungsnehmer Leistungsträger Leistungstyp Leitbild LEWO Markt Maßnahmeberater Maßnahmen Menschen mit Behinderungen Menschen mit geistigen Methoden Metzler Mitarbeiter Modell Möglichkeiten müssen neuen Normalisierung notwendigen Nutzer Organisation orientiert Personen Pflegeversicherung Planung Prozess Prozessgestaltung Qualitätsmanagement Qualitätssicherung Qualitätszirkel Rahmenbedingungen Ressourcen rung schaffen SchwbG SchwbWV SGB IX SGB XI siehe SIVUS-Methode soll sollten sowie Sozialarbeit soziale Dienstleistungen Sozialhilfe Standards stationären Struktur tung Umsetzung unsere Veränderungen Vereinbarungen Vergleichbarkeit Vergütung Werkstatt Werkstättenverordnung Wirtschaft Wolfgang Jantzen Ziel Zielerreichung

Bibliographic information