Zeit und Geschichte der Romantik

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GRIN Verlag, Aug 26, 2011 - Literary Criticism - 14 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literatur), Veranstaltung: Hoffnungslos romantisch?, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung Beim Versuch die Romantik in eine exakte Zeitspanne einzugliedern, stößt man auf zahlreiche Schwierigkeiten. Denn dieser Zeitabschnitt wird als das Exempel schlechthin angesehen, wenn es darum geht, die sich ergebenden Probleme bei der Eingrenzung eines Epochenbegriffs zu definieren. Ingesamt gilt die Romantik nicht als Stilbegriff1, sondern ist eher eine Weltanschauung. Einigkeit herrscht, wenn es um den Beginn der Romantik geht. Dieser ist ins späte 18. Jahrhundert, um das Jahr 1790, einzuordnen. Dazu orientiert man sich vor allem an Ludwig Tiecks Frühwerk. Umso problematischer ist es, ein klares zeitliches Ende festzusetzen. Das liegt vor allem daran, dass die „literaturhistorische Entwicklung“2 nicht in allen europäischen Kulturkreisen synchron ablief. Aber auch die zusätzliche Unterteilung in drei weiteren Phasen der Frühromantik, Hochromantik und Spätromantik, erschwert die temporale Definition erheblich. So reicht Beispielsweise die Spätromantik in der Kunst bis zum Ende des 19. Jahrhundert. In der Musik werden spätromantische Tendenzen sogar noch bis ins frühe 20. Jahrhundert beobachtet3. Unumstritten ist der beträchtliche Einfluss der Romantik in den Künsten, der Musik und in der Literatur. Sie wurde durch eine turbulente Vorgeschichte, vor allem durch die Ereignisse der französischen Revolution geprägt. So ist es nahe liegend, dass sie als Resultat einer Zeit gilt, die in der geisteswissenschaftlichen Forschung als ein „Zeitalter der Umwälzung“4 bekannt ist. Der sogenannte Epochenumbruch hat tiefgreifende Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft, Philosophie sowie Politik und den medizinischen Entwicklungsstatus. Anhand daraus resultierender Innovationen gewinnen die Begrifflichkeiten „Zeit und Zeitlichkeit“5 immer mehr an zentrale Bedeutung. Die umfassende Verzeitlichung des Lebens greift in alle Lebensbereiche ein. Besonders bemerkbar machte sie sich jedoch in der industriellen Entwicklung. Die „Geschichte erscheint als ein Prozess ständiger Neu- und Umordnungen“6 und muss sich ständigen neuen Sinnhinterfragungen unterziehen. 1 Schmitz- Emans, Monika: Einführung in die Literatur der Romantik. Darmstadt 2004.S.8. 2 Ebd. S.7. 3 Vgl. ebd. S.7. 4 Ebd. S.17. 5 Ebd. S. 37. 6 Ebd. S.17.
 

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