Zeitschrift des Vereins für hessische geschichte und landeskunde, Volume 4

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Popular passages

Page 333 - Heimath liebt, muß sie auch verstehen wollen, wer sie verstehen will, überall in ihre Geschichte zu dringen suchen.
Page 345 - Ueber das Wirken der historischen und antiquarischen Vereine in Bezug auf die Wissenschaft...
Page 111 - Hause ist, nichts verliehen werden, solange das Kind nicht getauft ist, und die Wöchnerin selbst darf nicht eher unter einer Dachtraufe durchgehen, als bis sie mit der Hebamme sich in die Kirche begibt, um durch ein Opfer Gott zu danken. Kommt sie von da wieder zurück, so muß sie dem Kinde dreimal stillschweigend in den Mund hauchen, damit es auch ferner vor Zauberei bewahrt bleibe.
Page 74 - Eine Kerbe ist gleich einem Stück Rindvieh oder zwei Schweinen; „der Schullehrer hat eine Kerbe frei" bedeutet: er hat das Recht, ein Stück Rindvieh oder zwei Schweine unentgeltlich mit zur Weide zu treiben. „Ein Gut von vier Kerben" ist ein mit vier Ochsen oder zwei Pflügen bestellbares Gut. Vgl.
Page 111 - Gäste selbst, theils für diejenigen, welche das Brautpaar beschenken, daß es einem Haushalt schwer fallen würde, den Rahm dazu zu liefern: daher senden alle Verwandte und Bekannte an dem bestimmten Tage Töpfe voll Rahm, und alle Freundinnen der Braut nehmen Th eil an dem Backen der Kuchen.
Page 114 - Aber gegen Mitternacht verfinsterte sich der Himmel, und mit schrecklichem Getöse erschien eine furchtbare Gestalt. „Hinweg von diesem Grabe!" so donnerte sie den beiden Wächtern zu, „der ist mein, der unter diesem Hügel schläft, und mein ist seine Seele!
Page 178 - Gaben willen zu viel, sondern dem Armen wie dem Reichen und dem Reichen wie dem Armen überall gleich Recht zu thun.
Page 113 - Acht Metzen Korn will ich dir schenken, und du sollst nur nichts dafür wiedergeben, so du drei Nächte an meinem Grabe magst Wache halten! — der Arme hätte in der Verzweiflung noch mehr versprochen, denn dieses, und eilte freudig mit dem Geschenke zu den Seinen. Doch nach wenigen Tagen schon starb der reiche Mann plötzlich, man wußte nicht recht wie, und ward begraben; da...
Page 114 - Beginne der dritten Wache quäle. Darauf sprach der alte Krieger: Wo es Wacht zu halten gibt, da bin ich dabei! ich habe wohl noch auf einem schlimmeren Posten gestanden, denn hier. Topp, Freund, ich bleibe bei dir, und wenn es was zu verdienen gibt, oder was zu leiden ist, Halb Part!
Page 83 - Strohstümpfe sich oben auf lagern und mit dem Rechen abgenommen werden können. Dieses Gepeul wird hierauf durch ein Sieb gereinigt, von allen Fluchtgattungen zusammen auf einen Haufen geschüttet und im Winter entweder trocken oder in der Südde mit dem Rindvieh verfuttert, in kargen Wintern auch wol mit den Pferden.

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