Zeitschrift für Deutsches Altertum und Deutsche Literatur, Volume 24

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Weidmannsche Buchhandlung, 1880 - German literature
 

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Page 46 - Aber flüchtet aus der Sinne Schranken In die Freiheit der Gedanken, Und die Furchterscheinung ist entflohn, Und der ewge Abgrund wird sich füllen; Nehmt die Gottheit auf in euren Willen, Und sie steigt von ihrem Weltenthron.
Page 46 - FREIHEIT Aus dem Leben heraus sind der Wege zwei dir geöffnet: Zum Ideale führt einer, der andre zum Tod. Siehe, daß du bei Zeiten noch frei auf dem ersten entspringest Ehe die Parze mit Zwang dich auf dem andern entführt.
Page 239 - Unsterblichkeit Vor dem Tod erschrickst du! Du wünschest, unsterblich zu leben? Leb' im ganzen ! Wenn du lange dahin bist, es bleibt.
Page 53 - Ein Regenstrom aus Felsenrissen, Er kommt mit Donners Ungestüm, Bergtrümmer folgen seinen Güssen, Und Eichen stürzen unter ihm; Erstaunt, mit wollustvollem Grausen, Hört ihn der Wanderer und lauscht. Er hört die Flut vom Felsen brausen. Doch weiß er nicht, woher sie rauscht : So strömen des Gesanges Wellen Hervor aus nie entdeckten Quellen.
Page 54 - Die, eine Glorie von Orionen Ums Angesicht, in hehrer Majestät, Nur angeschaut von reineren Dämonen, Verzehrend über Sternen geht, Geflohn auf ihrem Sonnenthrone, Die furchtbar herrliche Urania, Mit abgelegter Feuerkrone Steht sie — als Schönheit vor uns da.
Page 47 - Erkenntnis der Wahrheit und zur Ausübung der Pflicht. Hier verläßt er uns, denn nur die Sinnenwelt ist sein Gebiet, über diese hinaus kann ihn sein irdischer Flügel nicht tragen. Aber jetzt tritt der andere hinzu, ernst und schweigend, und mit starkem Arm trägt er uns über die schwindlichte Tiefe. In dem ersten dieser Genien erkennt man das Gefühl des Schönen, in dem zweiten das Gefühl des Erhabenen.
Page 238 - Nicht in Welten, wie die Weisen träumen, Auch nicht in des Pöbels Paradies, Nicht in Himmeln, wie die Dichter reimen — Aber wir ereilen dich gewiß.
Page 51 - Wein auf ihrem Hügel, Philomele, Um die Dämmerung, ein Sterbelied, Weht, wie Harfenlispel, Abendwinde, Durch die Blumen, die ihr Grab gebar! Und im Wipfel dieser Kirchhoflinde Nist ein Turteltaubenpaar!
Page 46 - Kann er also den physischen Kräften keine verhältnismäßige physische Kraft mehr entgegensetzen, so bleibt ihm, um keine Gewalt zu erleiden, nichts anders übrig als: ein Verhältnis, welches ihm so nachteilig ist, ganz und gar aufzuheben und eine Gewalt, die er der Tat nach erleiden muß, dem Begriff nach zu vernichten. Eine Gewalt dem Begriffe nach vernichten, heißt aber nichts anders, als sich derselben freiwillig unterwerfen.
Page 162 - Erhabne, heil'ge Götter! Ihr habt mit reichem Segen mich geschmückt! In meine Hand gabt ihr des Sanges Bogen, Der Dichtung vollen Köcher gabt ihr mir, Ein Herz, zu fühlen, einen Geist, zu denken, Und Kraft, zu bilden, was ich mir gedacht. Ihr habt mit reichem Segen mich geschmückt, Ich dank

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