Bertolt Brecht: Zeitungsveröffentlichungen im Ersten Weltkrieg: Zwischen Angleichung an den Zeitgeist und literarischer Distanzierung

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GRIN Verlag, Jun 26, 2009 - Literary Criticism - 20 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universität Augsburg (Philologisch-Historische Fakultät: Neuere Deutsche Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Proseminar: Von der Bibel zu Baal. Brechts Anfänge., Sprache: Deutsch, Abstract: Betrachtet man Literatur unter derart extremen äußeren Einflüssen wie denen eines bevorstehenden Krieges oder eines Kriegsausbruchs, so ist eine moralische oder ideologische Einwertung nur unter genauester Betrachtung der zu analysierenden Literatur oder des zu untersuchenden Autors vorzunehmen. Insbesondere bei jungen Autoren – wie in diesem Falle dem jungen Brecht – stellt sich die Frage, inwieweit seine ersten Zeitungsbeiträge durch ideologische Propaganda und nationalistische Euphorie beeinflusst wurden. War Brecht ein nationalistischer Mitläufer, mitgerissen von Kriegsbegeisterung und durch seine noch jugendliche Psyche unfähig, genügend zu reflektieren? Oder imitierte er nur nationalistische Literatur, um eine Veröffentlichung seiner Texte zu sichern und sich selbst und seinem Umfeld Lebenstauglichkeit zu beweisen? Waren Brechts Texte vielleicht nur Satiren, die seine eigentliche Intention verbargen? Im Folgenden sollen diese Fragen durch eine Gegenüberstellung zweier unterschiedlicher Ansätze zum jungen Brecht beantwortet werden. Auf der einen Seite steht die Theorie Helmut Giers, der Brecht im Groben als einen durchschnittlichen Jugendlichen ohne großes Reflexionsvermögen skizziert; auf der anderen Seite die Theorie Jürgen Hillesheims, welcher Brecht vor dem Hintergrund seiner vorangegangenen Texten und Tagebucheinträgen betrachtet. Ein Extrem bildet hier sicherlich der Ansatz Jan Knopfs, der Brecht eine geschickte Verstellung und ein Verstecken seiner wahren Einstellung unterstellt. Zu einer genauen Beurteilung der Zeitungsbeiträge ist jedoch zunächst eine kurze Einordnung in historische Zusammenhänge notwendig.
 

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