Zinsschranke nach § 4 h EStG

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GRIN Verlag, May 28, 2008 - Business & Economics - 131 pages
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Diplomarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern, Note: 1,3, Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Lehrstuhl für Steuerrecht), 120 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit befasst sich ausschließlich mit der Zinsschranke. Allgemein gesprochen besagt diese Regelung, dass Zinsaufwendungen eines Betriebes nur in Höhe der Zinserträge abgezogen werden dürfen, darüber hinaus nur bis zu 30 % des steuerlichen EBITDA. Ziel der Arbeit ist es, diese Regelung umfassend darzustellen, auf die Problembereiche und die Komplexität aufmerksam zu machen sowie an geeigneten Stellen Verbesserungsvorschläge oder Gestaltungsüberlegungen anzubringen. Problematisch hinsichtlich dieser Regelung sind vor allem die Begriffe „Betrieb“ und „steuerliches EBITDA“ sowie die Tatsache, dass auch normale Bankdarlehen unter die Zinsschrankenregelung fallen. Als Einstieg wird zunächst ein kurzer Überblick über die Regelung gegeben. Dieser Teil schließt mit einer grafischen Darstellung der Prüfungsreihenfolge über die Anwendung der Zinsschranke oder der vollen Abzugsfähigkeit des Zinsaufwandes. Die zwei darauf folgenden Kapitel stellen die Regelung bei Kapitalgesellschaften und bei Konzernen dar. Diese Unterscheidung ist notwendig, da eine der drei Ausnahmen von der Zinsschranke auf einen Konzernbegriff abstellt. Demzufolge ist die Zinsschranke nicht bei nicht konzernzugehörigen Betrieben anzuwenden. In diesen zwei Kapiteln werden jedoch auch die Rückfallklauseln, welche in § 8 a KStG ver-ankert sind, diskutiert. Greifen diese kann die Zinsschranke unter den in der Arbeit erläuterten Voraussetzungen auch bei nicht konzerngebundenen Unternehmen und auch bei Konzernen, welche durch den erfolgreichen Eigenkapitalescape (§ 4 h Abs. 2 Satz 1 lit. c EStG) eigentlich nicht unter die Zinsschranke fallen, anzuwenden sein. Neben diesen umfassenden Darstellungen wird im weiteren Verlauf der Arbeit auf Sonderaspekte der Zinsschranke bei Personengesellschaften und Organschaften eingegangen. Bevor eine abschließende Würdigung der Zinsschranke getroffen werden kann, ist noch die steuersystematische Untersuchung dieser Regelung vorzunehmen. Die Zinsschranke verstößt neben der Niederlassungsfreiheit, auch gegen die Kapitalverkehrsfreiheit sowie gegen Völkerrecht und das das deutsche Steuersystem beherrschende Leistungsfähigkeitsprinzip. Im Ergebnis dieser Arbeit zeigt sich, dass die deutsche Regelung der Zinsschranke die Härteste im internationalen Vergleich ist. Sie fordert von den betroffenen Unternehmen ein hohes Maß an zusätzlichem administrativen Aufwand und verlangt gegebenenfalls sogar eine Substanzbesteuerung.
 

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Common terms and phrases

4h Abs 8a Abs Abgeltungssteuer abziehbar Amtsblatt der Europäischen Änderung der Verordnung Anwendung der Zinsschranke Anwendungsbereich Anwendungserlasses zur Zinsschranke aufgrund bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards beteiligten Anteilseigner Betrieb i.S.d. Zinsschranke Betriebsaufspaltung BGBl BMF-Schreiben Breithecker/Förster/Förster/Klapdor Hrsg bspw BStBl BT-Drucks Coopers AG Hrsg EBITDA Eigenkapital Eigenkapitalquote Eigenkapitalvergleich Entwurf eines Anwendungserlasses Ernst & Young/BDI Escapeklausel EStG EuGH Europäischen Parlaments Europäischen Union Förster Freigrenze Fremdfinanzierung Fremdkapital Ganssauge/Mattern 2008a gemäß Gesellschafter Gesetzesbegründung Gesetzeswortlaut Gewerbesteuer GewStG Gosch grundsätzlich Hoffmann 2008b IFRS inländischen Kapitalgesellschaften Köhler KOMMISSION Konzernabschluss Konzerns Konzernzugehörigkeit Körperschaft lediglich Million Euro Mitunternehmer nahe stehende Person negative Zinssaldo Organgesellschaften Organkreis Organschaft Organträger Personengesellschaft Pricewaterhouse Coopers Rahmen Rechnungslegungsstandards in Übereinstimmung Rechtsträger Regelung Satz 2 EStG Schaden/Käshammer 2007a schädliche Gesellschafterfremdfinanzierung Schaumburg/Rödder Hrsg sofern somit Stangl/Hageböke 2007 Stelle steuerlichen EBITDA Substanzbesteuerung Tochterunternehmen UmwStG Unternehmen Unternehmenssteuerreform 2008 Vergleichsgröße Vergütungen für Fremdkapital Verlustvortrag Verordnung EG Wagner/Fischer Weiteren Wirtschaftsjahre Young/BDI Hrsg Zins Zinsaufwendungen Zinsen Zinsvortrag Zwecke der Zinsschranke

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