Zivilcourage und Widerstand im Nationalsozialismus: Anmerkungen zu einer soziohistorischen Vorbedingung des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus

Front Cover
GRIN Verlag, 2008 - 92 pages
0 Reviews
Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: 1,5, Humboldt-Universitat zu Berlin (Lehrstuhl fur Zeitgeschichte), 100 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die in dieser Arbeit zentral betrachtet Dimension der Zivilcourage ist in erster Linie nur mittelbar eine originar geschichtswissenschaftlich analysierbare Kategorie. In diesem Sinne werden die hier vorgestellten Uberlegungen und Untersuchungen weniger als strenge, quellenorientierte Geschichtswissenschaft, denn vielmehr als interdisziplinare Analysen und Gewichtung zu zahlen sein. Zivilcourage ist ein soziologisch analysierbares Handlungsmuster. Als ein solches steht es auf einem ethischen Gerust, das sich in der Handlung verwirklicht und so auf moralische Dispositive des gesellschaftlichen Kontext ruckgebunden wird. Diese Ruckgebundenheit muss uberdies klassen- und milieutheoretisch, sowie altersspezifisch subjektiviert und tatsachlich historisch kontextualisiert werden. Dabei fallt eine normative Aussage uber die Verbindung von Moral und Handlung in der Tat schwer - eine prazise Deduktion von moralischen Setzungen zu spezifischem Akteurshandeln ist nachgerade unmoglich. Dennoch gelingt es, ein Handlungsmuster auf gesellschaftliche Imperative, Handlungsspektren und deren Begrenzungen und somit auf die vermittelte Substrate der Moral zu beziehen und zu projizieren. Damit ist ein entscheidendes, neben der disziplinaren Verortung, zweites Moment bereits angedeutet. Individuelle Handlungsmuster hangen von gesellschaftlichen Sozialisationsprozessen ab und mussen vor diesen dechiffriert werden. Ein wissenschaftlicher Zugriff gelingt dabei etwa uber die Analyse von Interaktionen zwischen der politischen Mikro- und Makroebene; systematisiert im Konzept der politischen Kultur" lassen sich Regeln und politische Symboliken als Mittler zwischen dem Handeln einzelner Personen und den Funktionsprinzipien institutioneller Eben
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Contents

Preußentum Weimarer Republik und Nationalsozialismus
16
Zivilcourage im Nationalsozialismus 31 IV Quellenund Literatur
36
Copyright

Other editions - View all

Common terms and phrases

Ablehnung des NS Adolf Hitler allerdings Alternativen Analyse Antisemitismus Autorität Band Browning Bundeszentrale für politische bürokratischen Demokratie Deutsche Geschichte deutschen Gesellschaft deutschen Sonderweg deutschen Widerstandes Deutschland Diskussion Dritte Reich Ehlers verwendete Emil Lederer Entwicklung ersten Foucault Fraenkel Frankfurt/Main Gehorsam geschichtswissenschaftlich Gesellschaft der Unselbständigen Göttingen Gouvernementalität Habermas Handlungsmuster Historischen Materialismus Hitler Holocaust Hrsg Hüttenberger Ian Kershaw Identität indirektem Widerstand individuiert Industriekapitalismus insbesondere Jahrhundert Johannes Winckelmann Juden Jürgen Kocka Kershaw Kleingruppen Klemperer Kontext Koselleck Kühnl Liberalismus MacDowell Mentalität militärischen Momente Mommsen Moral München muss Nation Nationalismus Nationalsozialismus nationalsozialistischen Herrschaft normative Notizbuch eines Philologen Obrigkeitsstaat organisierten Personen Perspektive Peter Hüttenberger Polen politische Bildung Schriftenreihe Praxis Press preußischen Privatheit Rekonstruktion des Historischen Schriftenreihe der Bundeszentrale Sinne Soldaten soziale Sozialgeschichte spezifische Steinbach 1994a Steinbach/Tuchel Struktur Studien Subjekte Suhrkamp Supranationalität überdies Untersuchungen Untertanengeist Vanderhoeck&Ruprecht Vernunft vielmehr Viktor Klemperer Volk vorgegebene Wehler Weimarer Republik Widerstandsbegriff Winkler Yad Vaschem Zivilcourage und Widerstand zivilcouragiertem Handeln zivilen

Bibliographic information