Zivilrechtliche und steuerrechtliche Aspekte von Nießbrauchsgestaltungen bei der Übertragung von Grundvermögen im Zuge der vorweggenommenen Erbfolge

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GRIN Verlag, Aug 4, 2004 - Business & Economics - 83 pages
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Diplomarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern, Note: 1,3, Hochschule Aschaffenburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Erbvermögen in Deutschland wächst rasant. Drei Milliarden Euro Steuern konnten die Finanzminister der Länder im Jahr 2002 von den Erben einnehmen. Das war doppelt so viel wie zehn Jahre zuvor. Die Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren weiter beschleunigen, denn die durchaus vermögensstarke Nachkriegsgesellschaft befindet sich bereits in ihrem Lebensabend. Nach Schätzungen des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (kurz: DIA) werden ca. 15 Millionen Haushalte beerbt und bis zum Jahr 2010 fast zwei Billionen Euro an Vermögen erhalten, darunter fast eine Billion Immobilienvermögen. Angesichts der finanziellen Notlage der öffentlichen Haushalte ist es deshalb nicht verwunderlich, dass sich der Fokus mancher Finanzpolitiker vermehrt auf die Erbschaft- und Schenkungsteuer richtet, auch wenn dadurch Unternehmensfortführungen womöglich erschwert werden. Erst jüngst wurde durch das Haushaltsbegleitgesetz u.a. der Freibetrag bzw. der Bewertungsabschlag beim Übergang von Produktivvermögen von 256.000 € auf 225.000 € bzw. von 40% auf 35% gesenkt. (§ 13a Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 ErbStG). Eine Emnid-Umfrage aus dem Jahre 2001 zum Thema Erbecht zeigt diesbezüglich, dass knapp 50% der Befragten die gegenwärtige Belastung durch Erbschaftsteuer bereits für zu hoch halten. Hauptsächlich Personen der Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren, mit einem Anteil von 66,1%, empfinden die Erbschaftsteuer als überhöht, während bei der Altersgruppe bis 29 Jahre nur 38,5% dieser Meinung sind. Des Weiteren haben jedoch nur 29,1% der volljährigen Deutschen eine letztwillige Verfügung (Testament oder Erbvertrag) getroffen, obwohl 76,5% für die Erbfolge nach ihrem Tod juristisch und wirtschaftlich klar geregelte Verhältnisse hinterlassen möchten.
 

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Contents

Einleitung
1
Die vorweggenommene Erbfolge
4
Der zivilrechtliche Übergabevertrag
8
Begriff und Wesen des Nießbrauchs
12
Der unentgeltliche Zuwendungsnießbrauch bei Grundvermögen im Steuerrecht
25
Der unentgeltliche Vorbehaltsnießbrauch bei Grundvermögen im Steuerrecht
37
Grundzüge des Anspruchs auf Pflichtteilsergänzung beim Nießbrauch
59
Fazit und Ausblick
65

Common terms and phrases

16 ErbStG 25 ErbStG Ablösung aufgrund Auflage Aufwendungen Bedarfsbewertung Behandlung im Bereich belasteten Bereicherung Bestellung Bewertungsrecht BewG BFH-Urteil BGHZ BMF-Schreiben Bodenrichtwert Brandenberg brauchrechts Bruchteilsnießbrauch Bruttonießbrauch Bundesministerium der Finanzen Burandt/Leplow dauernde Last Demzufolge diesbezüglich DStR Einkommensteuer Einkommensteuergesetz Einkünfte aus Vermietung entgeltlich Erben Erbfall Erbfolge im Privatvermögen Erblassers Erbrecht Erbschaft und Schenkung Erbschaftsteuer Ermittlung EStDV EStG Freibetrag Gegenleistung gemäß gesetzlichen gestundete Steuer Grundbesitz Grundbesitzwerte Grundbuch grundsätzlich Grundstück Grundstückswert Horschitz/Groß/Schnur Immobilien in Erbschaft Jahre Jahreswert Jansen/Jansen Kapitalwert Kapitalwert des Nießbrauchs Kommentar zum Einkommensteuergesetz Korezkij Kosten Lebzeiten Leistungen Möglichkeit Nieß Nießbrauch im Zivil Nießbrauchrechts nießbrauchsbelasteten Nießbrauchsbestellung Nießbrauchsvorbehalt Nutzung Pflichtteil Pflichtteilsergänzung Quoten Recht Rechtsfolgen Rückforderungsrechte Satz 2 BGB Satz 2 ErbStG Schenker Schenkungsteuer Schenkungsteuergesetz Steuer Warte 2001 Steuerrecht teilentgeltlichen Übergabevertrag Übergeber Ubert/Hochmuth Übertragung von Grundvermögen unentgeltlichen Zuwendungsnießbrauchs Urteil Vereinbarung Verlag Vermietung und Verpachtung Vermögen Vermögensübertragung veröffentlicht in BStBl Verzicht Vorbehaltsnießbrauch vorweggenommenen Erbfolge Werbungskosten zinslos Zivilrecht Zudem Zuge der vorweggenommenen

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