Zu: Alfred Döblin - "Die Ermordung einer Butterblume"

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GRIN Verlag, 2007 - 20 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Friedrich-Schiller-Universitat Jena (Germanistische Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Proseminar, 4 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Titel der Erzahlung "Die Ermordung einer Butterblume" erscheint dem Leser zunachst wie die Uberschrift eines Zeitungsberichtes - sachlich und pragnant. Gleichzeitig ist er befremdlich, da klar ist, dass ausschliesslich Menschen ermordet werden konnen. Das Paradoxe des Titels zwingt einen Leser mittels einer subjektiven Betrachtungsweise an den Text heranzugehen - namlich mit der Perspektive des Herrn Michael Fischer. Dieser erlebt die Zerstorung der Butterblume als Mord. Der Titel gibt somit eine Personifizierung der Pflanze vor. Im Laufe des Textes konnen weitere Hinweise auf eine Vermenschlichung der Natur gefunden werden, die in dieser Arbeit untersucht werden."
 

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Contents

Einleitung S
2
Das Verhalten Herrn Fischers S
4
Die Butterblume und der Spießbürger S 911
9
Bibliographie S
12
Copyright

Common terms and phrases

Popular passages

Page 10 - Und daneben im Rasen fault der Kopf. Er wird zerquetscht, aufgelöst vom Regen, verwest. Ein gelber, stinkender Matsch wird aus ihm, grünlich, gelblich schillernd, schleimartig wie Erbrochenes. Das hebt sich lebendig, rinnt auf ihn zu, gerade auf Herrn Michael zu, will ihn ersäufen, strömt klatschend gegen seinen Leib an, spritzt an seine Nase. Er springt, hüpft nur noch auf den Zehen.
Page 5 - ... Er fixierte die verwachsenen Blumen, um dann mit erhobenem Stock auf sie zu stürzen und blutroten Gesichts auf das stumme Gewächs loszuschlagen. Die Hiebe sausten rechts und links. Über den Weg flogen Stiele und Blätter. Die Luft laut von sich blasend, mit blitzenden Augen ging der Herr weiter. Die Bäume schritten rasch an ihm vorbei; der Herr achtete auf nichts.
Page 5 - Während das eine Ich metzelt, schaut das andere aus Distanz zu - dann schieben sich beide wieder übereinander.

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