Zu: Alfred Nitschke - "Das verwaiste Kind der Natur"

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GRIN Verlag, 2007 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Padagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie, Note: 1,0, Bayerische Julius-Maximilians-Universitat Wurzburg, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung Als langjahriger Direktor der Universitatsklinik Tubingen, hat Alfred Nitschke eine Reihe von Aufsatzen uber Grundphanomene kindlicher Lebenssituationen geschrieben. Basierend auf etlichen, langjahrigen, arztlichen Beobachtungen hat Nitschke auffallige Verhaltensformen seiner zu behandelnden Kinder zum Ausgangspunkt einer anthropologischen Deutung des Kindseins gemacht. Seine Aufsatze sind in den 50er Jahren entstanden und sein Sohn August Nitschke hat diese gesammelt und 1962 in dem Buch "Das verwaiste Kind der Natur" veroffentlicht. Nitschke wollte aus seinen Krankheitsgeschichten keine allgemeingultigen Maxime ziehen, sondern das Beobachtete wissenschaftlich interpretieren, und auch seine Horer und Leser dazu animieren, selbst Phanomene wahrzunehmen und durch die anschlieende geistige Beschaftigung mit dem Wahrgenommenen auf interessante Gedanken zu stoen. Entscheidend ist, dass man nicht allein auf Grund von Erfahrung und Beobachtung voreilige Schlusse zieht. Bevor ich einige Fallgeschichten aus Nitschkes arztlichen Beobachtungen erlautern und padagogisch interpretieren werde, ist es notwendig sich zunachst mit den grundlegenden, menschlichen Eigenarten und naturlichen Verhaltensmustern des Menschen auseinanderzusetzen. Alfred Nitschke beruft sich auf Wissenschaftler und Verhaltensforscher wie Adolf Portmann, Konrad Lorenz, Arnold Gehlen und Helmut Plessner. Der Begriff "das verwaiste Kind der Natur" stammt ursprunglich von Herder - Nitschke hat diesen Ausdruck wie folgt umschrieben: "Ware der Mensch auf sich allein gestellt, dann bliebe er, verglichen mit dem Tier, uber Jahre hin hilflos und ware dem Elend preisgegeben" (Nitschke, S. 18).
 

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Page 14 - Haltung ein: der Körper ruhte wie ein zusammengeklapptes Taschenmesser zwischen den ausgestreckten dünnen Beinchen. Dazu lagen die schlaffen Arme oft nach vorne ausgestreckt auf der Decke. Das aufliegende Gesicht war wenig angehoben, der Ausdruck verstimmt und lustlos abweisend. Auffallend war dabei der ruhige große Blick und noch mehr ein ausdrucksreicher Mund, an dem das Kind oft mit den Fingern spielte.
Page 17 - Mutter, als Anruf zur freudigen Verantwortung zu vernehmen, bestimmt wohl das Eigentliche unseres menschlichen Auftrags
Page 17 - Durch uns selbst und durch die von uns geschaffene Umwelt wirken wir als Eltern und überhaupt als Menschen an allem Menschlichem mit, das uns nahe steht.

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