Zu: Johann Wolfgang von Goethe "Der Gott und die Bajadere": Patchwork fremder Ideen oder eigenes Meisterwerk - Eine wissenschaftliche Annäherung

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GRIN Verlag, 2007 - 56 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Friedrich-Schiller-Universitat Jena (Institut fur Germanistische Literaturwissenschaften), Veranstaltung: Lyrik des 18. Jahrhunderts, 25 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Hausarbeit beschaftigt sich hauptsachlich mit der Frage, ob Goethes Ballade Der Gott und die Bajadere" ein Produkt seines eigenen Erfindungsreichtums ist, oder aus der Verwebung fremder Ideen entstand. So wird die Rolle der einzelnen in der Forschungsliteratur diskutierten Quellen analysiert und in eine Interpretation des Werkes eingebunden. Der eigentlichen Analyse der Ballade und ihrer Quellen geht ein systematischer Teil mit einer Diskussion der Ausgabenfrage, Forschungsliteratur und weiteren Hilfsmitteln voraus. Dem folgt eine Einordnung des Gedichtes in die Gruppe der Balladen. Anschliessend werden die Strophenform und ihre moglichen Quellen diskutiert, gefolgt von einer Analyse der Motiv- und Stoffvorlagen. Alle Erkenntnisse aus diesen Teilen werden dann in einer detaillierten Interpretation der Ballade diskutiert unter Einbeziehung der Interpretationsansatze von Hartmut Laufhutte ( Formulierungshilfe fur Haustyrannen? Goethes: Der Gott und die Bajadere"1987), Ilse Graham ( Goethe. Schauen und Glauben" 1988) und Norbert Mecklenburg ( Poetisches Spiel kultureller Alteritat: Goethes Indische Legende' Der Gott und die Bajadere" 2000). Zusatzlich werden vergleichend auch Goethes Die Braut von Korinth" und Berthold Brechts Sonett Uber Goethes Gedicht Der Gott und die Bajadere'" (1938) herangezogen. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass Goethe sich zwar vieler fremder Einflusse bedient zu haben scheint, seine Ballade aber durch ihre spezielle Behandlung des Themas und Verwendung der formalen Muster durchaus als ein kreatives Meisterwerk Goethes bezeichnet werden kann
 

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Page 12 - Mir drückten sich gewisse große Motive, Legenden, uraltgeschichtlich Überliefertes so tief in den Sinn, daß ich sie vierzig bis fünfzig Jahre lebendig und wirksam im Innern erhielt; mir schien der schönste Besitz, solche werte Bilder oft in der Einbildungskraft erneut zu sehen, da sie sich denn zwar immer umgestalteten, doch, ohne sich zu verändern, einer reineren Form, einer entschiednern Darstellung entgegen reiften. Ich will hievon nur die Braut von Korinth, den Gott und die Bajadere, den...
Page 10 - Herr, dies Eine Lehre mich erkennen doch ! Alles andre, wie's auch scheine Ist ja nur ein schweres Joch, Darunter das Herze sich naget und plaget, Und dennoch lein wahres Vergnügen erjaget; Erlang ich dies Eine, das alles ersetzt, So werd ich mit Einem in Allem ergötzt.
Page 6 - Der Handschuh", „Ritter Toggenburg", „Der Taucher", „Die Kraniche des Ibykus" und „Der Gang nach dem Eisenhammer".
Page 10 - Eins ist not! Ach Herr, dies Eine lehre mich erkennen doch! Alles andre, wies auch scheine, ist ja nur ein schweres Joch, darunter das Herze sich naget und plaget und dennoch kein wahres Vergnügen erjaget. Erlang ich dies Eine, das alles ersetzt, so werd ich mit Einem in allem ergötzt.
Page 11 - Pfannmüller, Gustav, Goethe und das Kirchenlied. Ein Beitrag zum Streit um Goethes „Joseph".
Page 4 - Enttäuschung bevor. Denn nicht nur ist diese Ballade ziemlich selten einläßlich behandelt worden; die vorhandenen Interpretationen bleiben zu den Ungeheuerlichkeiten des Inhaltes auch merkwürdig lakonisch, oft werden sie ganz ignoriert.

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