Analyse und Interpretation von Wolfgang Koeppens "Tauben im Gras" (1951): Eine destabilisierte Gegenwart als Ursache gesellschaftlicher Perspektivlosigkeit und die Suche des Individuums nach psychischem, geistigem und sozialem Halt zwischen neuen Illusionen und alten Strukturen

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GRIN Verlag, 2008 - 124 pages
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Magisterarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1, Gottfried Wilhelm Leibniz Universitat Hannover, 102 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wolfgang Koeppens Roman "Tauben im Gras" (1951) ist eine schonungslose und zutiefst pessimistische Momentaufnahme der jungen Bundesrepublik Deutschland und zeigt eine Gesellschaft zwischen Zusammenbruch, Neuanfang und Restauration. Eine Verdichtung des Zeitgeschehens gelingt durch geschickte Montage von Figuren und Schicksalen verschiedener Milieus im Verlauf eines einzigen Tages. Tief gepragt von der unmittelbaren, noch unbewaltigten Vergangenheit sowie der als leidvoll empfundenen Gegenwart, fuhlen sich die Figuren als Opfer ihrer Zeit, die sie als labilen Schwebezustand empfinden. Die vorliegende Arbeit stellt die vielfaltigen Schwierigkeiten bei der Bewaltigung der destabilisierten Gegenwart heraus, wie sie an den Figuren und ihren Beziehungen untereinander sichtbar werden - in der geistigen und psychischen Bewaltigung des Daseins ebenso wie im zwischenmenschlichen Verhalten -, und verfolgt das Scheitern der versuchten Losungsansatze. Nach einer Einfuhrung, in der der Roman in das Koeppen'sche Gesamtwerk eingeordnet (2.1), sowie ein Abriss des historischen Hintergrunds, der fur den Roman massgeblich ist, dargelegt wird (2.2), folgt ein Uberblick uber zentrale Stilmittel und Elemente der Erzahlstruktur (3.). Der Hauptteil (4.) analysiert und interpretiert den oben genannten Themenbereich hinsichtlich folgender Aspekte: Wahrend der erste Teil das den Roman dominierende Grundgefuhl der Angst (4.1), mit den Elementen der allgemeinen Bedrohung durch Krieg, der individuell verschiedenen Angste sowie der zwischenmenschlichen Folgen der Angst, darstellt, befasst sich der zweite Teil mit den sozialen Defiziten (4.2), wie sie sich innerhalb der Paar- und Familienbeziehungen, aber auch unter dem Aspekt der Kommunikation manifestieren. Der dritte Teil (4.3) zeigt die"

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